Ein Hoffnungsträger und ein Optimist

Okotie vor Rückkehr - Adlung mit Kampfansage

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Hoffnungsträger Rubin Okotie (r.) ist wieder einsatzbereit, Daniel Adlung (l.) glaubt fest an den Klassenerhalt.

München - Rubin Okotie wird gegen den Karlsruher SC wohl sein Comeback feiern. Daniel Adlung sagt derweil selbstbewusst: „Wir spielen nächste Saison sicher nicht 3. Liga.“

14 Tage können im Fußball eine sehr lange Zeit sein, eine Zeit, in der viel passieren kann. Genau so lange musste Rubin Okotie bei den Münchner Löwen nämlich zuletzt verletzt und dann krank pausieren. Nach zwei Siegen aus drei Spielen schienen die Sechziger vor seinem Ausfall auf dem Weg zu etwas Stabilität. Okotie erzielte in diesen drei Partien vier Tore – bekam dann aber Knieprobleme. Kurz vor dem Wiedereinstieg ins Training erwischte den Österreicher eine Grippe, die ihn abermals außer Gefecht setzte.

Seit Dienstag kann Okotie nun wieder im Mannschaftstraining mitmischen. „Es geht schon viel besser“, berichtete er nach der gestrigen Übungseinheit zufrieden. Seinen Löwen geht es jetzt hingegen bedeutend schlechter als vor seinem Ausfall. Zwei Niederlagen (gegen Frankfurt und in Nürnberg) beförderten sie in der Zwischenzeit auf den Relegationsplatz. Umso mehr ruhen die Hoffnungen jetzt auf Rückkehrer Okotie. Ein Einsatz des 27-Jährigen in der Partie am Samstag gegen den Karlsruher SC ist wahrscheinlich, obwohl sich Okotie selbst noch in Zurückhaltung übt: „Das muss der Trainer entscheiden.“

Kaum vorstellbar aber, dass Übungsleiter Markus von Ahlen auf seinen Torjäger verzichten wird, gilt es doch, die eklatante Heimschwäche zu bekämpfen. Nach sieben Spielen in der Allianz Arena stehen die Sechziger erst bei einem einzigen Sieg; zudem konnten lediglich fünf Treffer erzielt werden. Eine desaströse Bilanz. „Das ist alles schwer zu erklären“, zeigte sich Okotie etwas ratlos: „Das ist viel zu wenig für unsere Ansprüche.“

Auch Daniel Adlung kann sich den Heimkomplex nicht erklären: „Ich weiß nicht, woran das liegt.“ An mangelnder Unterstützung der Anhänger jedenfalls nicht, wie der Mittelfeldspieler betont: „Die Fans pushen uns 90 Minuten“, lobt Adlung, „das müssen wir aufnehmen und einfach positiv ins Spiel gehen.“

Adlung: "Wir spielen nächstes Jahr sicher nicht in der 3. Liga"

In welcher Formation der TSV 1860 aber ins Spiel gehen wird, ist im Moment heiß diskutiert. Für seinen Jugendkurs der letzten Partien wurde Trainer von Ahlen kritisiert. Der Mannschaft fehle Erfahrung, die im Abstiegslkampf vonnöten sei, so die Argumentation. „Wir müssen einfach unsere Leistung auf den Platz bringen, dann redet keiner mehr darüber, ob jemand jung oder alt ist“, stellt Adlung klar.

Im zuletzt so fehlerhaften Defensivverbund wird von Ahlen um Veränderungen jedenfalls nicht herumkommen. Martin Angha fehlt wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Nürnberg-Spiel gesperrt; Christopher Schindler ist fraglich. Der Kapitän konnte wegen seiner Grippe auch am Donnerstag nicht mittrainieren. Für die beiden werden wohl die erfahreneren Gary Kagelmacher und Grzegorz Wojtkowiak in die erste Elf rutschen.

Klappt es gegen den KSC wieder nicht mit einem Punktgewinn, wird wohl langsam auch die Luft für von Ahlen dünner. Adlung sieht das Problem jedenfalls nicht beim Trainer: „Er erreicht uns und stellt uns gut ein.“ Der 27-Jährige hat den Ernst der Lage aber durchaus erkannt: „Wir brauchen Punkte – und werden sie auch holen.“ Das ist auch bitter nötig, stellt sich die Situation der Löwen, die endgültig im Abstiegskampf angekommen sind, doch mehr als brenzlig dar. Dass es mit dem Klassenerhalt klappen wird, davon ist Adlung aber überzeugt: „Wir spielen nächstes Jahr sicher nicht in der 3. Liga.“ Eine durchaus gewagte Ansage.

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Nino Duit

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