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TSV-1860-Niederlage am Betzenberg

Okotie: "Schlafen konnte ich danach nicht"

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Schob trotz seiner beiden Tore, hier das 2:0, mächtig Frust: Rubin Okotie.

München - Die Niederlage vom Betzenberg war auch für TSV-1860-Stürmer Okotie ein Schock. Über seine Tore konnte er sich gar nicht richtig freuen und Schlaf hat er anschließend auch keinen gefunden.

Am späten Montagabend fand er sogar Berücksichtigung auf der Videotext-Schlagzeilenseite des Österreichischen Fernsehens. „Zwei Okotie-Tore für 1860“ stand da neben all den sonstigen Ereignissen, die an diesem Tag weltweit für Aufsehen gesorgt haben. Drückte der österreichische Zuschauer dann allerdings weiter auf die Seite mit den Details vom Spiel, dürfte ihm ein Wort als Kommentar gereicht haben: „Deppert.“

Rubin Okotie selbst fand das, was sich am Betzenberg abgespielt hat, auch einen Tag danach noch „einfach unglaublich“. Und auf die Nachfrage, ob ihm so was zuvor schon mal widerfahren sei, schüttelte er ohne lang zu überlegen den Kopf: „Zwei Tore selbst gemacht, 2:0 geführt, in Überzahl gespielt, und trotzdem verloren – nein, das habe ich noch nie erlebt.“

Okotie: Kann mich über meine Tore gar nicht freuen

Rubin Okotie beim 2:0-Schuss aufs Tor.

Und deshalb könne er sich „auch überhaupt nicht über meine Tore freuen“. Trotzdem: Der Doppelpack war für Okotie persönlich alles andere als schlecht. Ein Stürmer braucht Tore, und wenn die gleich im ersten Spiel fallen, umso besser. Auch für die Psyche. In der Vorbereitung hatte der Wiener schließlich nur einen einzigen Treffer erzielt, und den gegen den fünftklassigen Klub aus Schwabmünchen.

„Aber dadurch habe ich mich überhaupt nicht verrückt machen lassen“, sagte Okotie. „In den Testspielen hatte ich auch viel Pech beim Abschluss, und außerdem habe ich in den Trainingseinheiten immer besser getroffen.“

Oktoie: "Schlafen habe ich sowieso nicht können"

Er wusste also, was er draufhat und mit dieser Sicherheit im Rücken schlug der 27-Jährige am Betzenberg dann zu. Möglicherweise tat ihm auch ganz gut, zu wissen, dass er im Sturmzentrum von 1860 derzeit quasi ohne Konkurrenz dasteht. Andere brauchen vielleicht diesen Druck, Okotie nicht. Da ist er einfach nur professionell. Auch was die Aufarbeitung des Spiels betrifft. „Auf der Heimfahrt im Bus habe ich den Trainer um die DVD vom Spiel gebeten“, erzählt er, „und mir anschließend die gesamten neunzig Minuten noch mal angeschaut.“ Ein Happy End hat es auch da nicht gegeben…

„Schlafen habe ich sowieso nicht können“, sagte Okotie. „Auch als ich gegen halb fünf zu Hause war, dauerte es noch zwei Stunden, bis ich die Augen zugemacht habe. Das Spiel ging mir nicht aus dem Kopf.“

Bei allem Ärger hatte übrigens Gerhard Poschner in Sachen Okotie noch einen kleinen Scherz auf den Lippen. „Ist schon komisch“, sagte der Sportchef gestern, „seit Montag fragt mich kein Mensch mehr, ob wir noch einen neuen Stürmer holen. Weiß jemand, warum?“

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tz

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