Kreuzer spricht über den Investor

"Ohne Ismaik wäre 1860 weg von der Fußball-Landkarte"

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Oliver Kreuzer (r.) mit Hasan Ismaik. Der Sportchef ist dem Investor dankbar.

München - Oliver Kreuzer spricht über das Verhältnis zu Investor Hasan Ismaik und seine erste Zeit beim TSV 1860. Zudem zieht er einen Vergleich mit seinem Ex-Verein Hamburger SV.

Seit einem Monat ist Oliver Kreuzer Sportchef beim TSV 1860. Und eine Niederlage hat er in dieser Zeit noch nicht sehen müssen. Im Interview mit Transfermarkt.de sagt der 50-Jährige, dass er die Löwen in seiner kurzen Amtszeit nicht als "Chaos-Klub" kennen gelernt hat.

Man könnte nun behaupten, der Badener sei durch sein Engagement beim Hamburger SV abgehärtet, denn auch der Bundesliga-Dino war zu Kreuzers Zeit in arger Bedrängnis. "Aber auch der HSV ist weit, weit weg vom Chaos", erklärt Kreuzer. "Der Klub hat sich gut entwickelt: Man sieht, was mit Ruhe und Kontinuität machbar ist – von daher kann der HSV auch ein Stück weit Vorbild für uns sein. Wenn Ruhe im Verein herrscht und man Vertrauen in die Verantwortlichen setzt, dann kann man sich sowohl sportlich, als auch im Umfeld stabilisieren. Gleiches gilt im Übrigen für den Nachbarn, den FC St. Pauli."

Kreuzer zeigt sich überzeugt von der aktuellen 1860-Truppe. "Die Mannschaft ist viel, viel besser als ihr Tabellenplatz", sagt er. Nur beim 0:3 in Düsseldorf sei man wirklich chancenlos gewesen. Sonst habe man auch oft Pech gehabt. "Da war der Fußball-Gott nicht immer Sechzger. Sprich: Wenn wir heute mit fünf, sechs Punkten mehr dastehen würden, dann müssten wir uns auch nicht entschuldigen." Dennoch sind Transfers oder Leihen im Winter natürlich möglich, gibt er zu. Zu den gehandelten Namen wie Sascha Mölders möchte er aber nichts sagen.

Hilfreich ist da natürlich auch Investor Hasan Ismaik. "Er hat uns seine Unterstützung zugesichert und man wird sehen, wie weit das Engagement geht", so Kreuzer. "Ich muss aber sagen, dass ich froh darüber bin, dass es Leute gibt, die Geld in den Fußball stecken. Wenn Hasan Ismaik das vor einigen Jahren nicht gemacht hätte, dann wäre 1860 München wahrscheinlich längst von der Fußball-Landkarte verschwunden. Von daher muss man diesen Leuten offen gegenüberstehen."

fw

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