1860-Sportchef Kreuzer klagt

"Spieler laufen wie Butter durch unsere Abwehr"

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Löwe Gary Kagelmacher stapft nach der 0:2-Pleite gegen Bochum frustriert vom Platz, die Maskottchen folgen ihm.

München - Wie soll es nun weitergehen mit den Löwen? Die Leistung im DFB-Pokal zeigt, dass Verstärkungen her müssen. Man sei "drauf und und dran", sagt Sportchef Kreuzer.

Aus, Schluss, vorbei! Sang- und klanglos ist der TSV 1860 aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Löwen lieferten eine erschreckend schwache Vorstellung gegen den Liga-Kontrahenten VfL Bochum (0:2) ab und verpassten somit zurecht nicht nur das Viertelfinale, sondern auch eine satte Finanzspritze von einer Million Euro. Man hätte denken können, Sechzig spielt gegen einen Erstligisten, so überlegen war der VfL phasenweise den Gastgebern.

1860-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

Die Verantwortlichen beim TSV 1860 fanden deutliche Worte. „Wir machen es dem Gegner immer wieder zu leicht, Tore zu schießen. Im Spielaufbau verlieren wir zu viele Bälle, wir haben zu wenig Durchschlagskraft", so Sportchef Oliver Kreuzer. "Es ist zu wenig, viel zu wenig. Es reicht nicht momentan. Bochum war in allen Belangen besser – spielerisch, technisch, vom Tempo her, physisch. Das muss man klar anerkennen, verdienter Sieg von Bochum." Die miserable Schiedsrichter-Leistung wollte er aber nicht als Grund für das Aus gelten lassen. Das Problem liegt laut Kreuzer an einer anderen Stelle: "Die Spieler laufen wie Butter durch unsere Abwehr." Auch Trainer Benno Möhlmann gab unumwunden zu: "Wir sind raus und unter dem Strich verdient raus."

Dass es mit dieser Mannschaft, gelinde gesagt, richtig eng wird im Kampf um den Klassenerhalt, ist spätestens mit der Pokal-Pleite offensichtlich geworden. Aber kann und wird Investor Hasan Ismaik, der das Trauerspiel live in der Arena verfolgte, die Geld-Schatulle aufmachen? Kreuzer weiß, wie wichtig neue Spieler nun sind. Man sei "drauf und dran", meinte er und appellierte: "Ich hoffe und wünsche mir, dass es nicht nur die sportliche Leitung so sieht, sondern alle im Verein. Man sieht ja die Tabelle."

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Ein Spiel hat Sechzig noch in diesem Kalenderjahr - ausgerechnet beim Spitzenteam SC Freiburg. "Mal schauen, wo und wie wir überwintern", sagt Kreuzer mit Blick auf die Partie. "Aber dann braucht es neue Impulse, neue Leute, um in den 15 Spielen alles rauszuhauen, dass es reicht."

Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

fw

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