1860 gastiert am Sonntag im Wildpark

Kreuzer verrät: Ich wollte diesen KSC-Spieler holen

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Dirk Orlishausen verlor beim KSC seinen Stammplatz.

München - 1860-Sportchef Oliver Kreuzer war an einer Verpflichtung von KSC-Torhüter Dirk Orlishausen interessiert. Das verrät er vom Gastspiel der Löwen in Karlsruhe.

Das Gastspiel des TSV 1860 am Sonntag im Karlsruher Wildparkstadion wird eine besondere Partie für Löwen-Sportchef Oliver Kreuzer. Erstmals kehrt er als Funktionär eines anderen Vereins an seine alten Wirkungsstätte zurück. Doch Geschenke will er dem Karlsruher SC definitiv keine machen, zu wichtig wären die Punkte für Sechzig im Abstiegskampf.

"Wir brauchen weiter jeden Punkt und jeder Punkt muss hart erarbeitet werden", erklärt Kreuzer im Interview mit der Onlinetageszeitung ka-news.de. "Am Sonntag wollen wir auch beim KSC punkten, auch wenn ich weiß, dass wir hier nichts geschenkt bekommen, denn wie ich Markus Kauczinski kenne, den ich als Trainer sehr schätze, wird er alles tun, um zu gewinnen, aber wir werden uns zu wehren wissen, das kann ich versprechen."

Dabei verrät Kreuzer auch, dass er in der Winterpause an KSC-Keeper Dirk Orlishausen dran war: "Das stimmt. Ich hatte in der Winterpause Kontakt mit Dirks Berater, um auszuloten, ob er vielleicht wechseln wollte, nachdem er seinen Stammplatz verloren hatte. Aber dann hat er es doch vorgezogen, für zwei weitere Jahre beim KSC zu unterschreiben. Damit war das Thema durch."

Als Oliver Kreuzer im November 2015 zum TSV 1860 kam, "herrschte im Verein eine große Unruhe", wie er sagt. "Es gab viele Probleme. Sportlich und wirtschaftlich. Aber mittlerweile sind wir doch einigermaßen wieder in der Spur. Im Verein herrscht Ruhe, soweit man bei Sechzig von Ruhe sprechen kann, denn der Verein polarisiert natürlich, beim Versuch, den Spagat zwischen Tradition und notwendiger Kommerzialisierung hinzubekommen. Aber mittlerweile ziehen eigentlich alle wieder an einem Strang und das das spürt man. Wenn es uns gelingt, die Klasse zu halten und davon bin ich überzeugt, werden wir in der kommenden Spielzeit einen weiteren Schritt nach vorne machen und eine Saison spielen, in der wir durchatmen können."

Optimistisch machen ihn "die Ergebnisse nach der Winterpause und die Art und Weise, wie wir mittlerweile Fußball spielen. In den letzten sechs Spielen haben wir nur einmal verloren und das war in Leipzig, wo wir gegen einen Topkandidaten für den Erstliga-Aufstieg lange Zeit ein Spiel auf Augenhöhe geliefert haben."

Auch das Restprogramm lässt Kreuzer hoffen, dass 1860 in der 2. Liga bleibt: "Zum anderen haben wir es noch mit einer Reihe von direkten Vergleichen gegen Mannschaften zu tun, die wie Paderborn, Duisburg oder der FSV Frankfurt auch unten rumkrebsen und wie wir ebenfalls noch gegen den Abstieg spielen. Das sind vor allem die Spiele, in denen wir unsere Punkte holen müssen, dann werden wir es auch schaffen."

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