1860-Sportchef vor Rückkehr in die alte Heimat

Kreuzer: Für 90 Minuten vergisst er sein KSC-Herz

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„Wir brauchen die Punkte“: Oliver Kreuzer will keine Rücksicht nehmen auf „seinen“ KSC.

München – Die Löwen in Karlsruhe – das ist auch für Sportchef Oliver Kreuzer ein besonderes Spiel. Sportlich begann dort seine Karriere, aber am Sonntag zählt nur Sechzig.

Das aus der Zeit gefallene Wildparkstadion ist der Ort, an dem Oliver Kreuzer einst zum Bundesligaprofi reifte (1985 – 91). Hier kennt er jeden Grashalm und noch immer viele Funktionsträger. Den Badener Singsang hört man beim 50-Jährigen auch heute durch. Trotz der prägenden Stationen München, Basel, Graz, Salzburg und Hamburg. Erst als Profi, dann als erfolgreicher Manager.

Auch seinen KSC hat Kreuzer zwischen 1991 und 1993 aus der Sportchef-Perspektive kennen gelernt, es waren zwei turbulente Jahre. Abstieg nach bitterem Aus in der Relegation (1:1 und 2:2 gegen Regensburg). Neuanfang mit dem auch heute noch aktiven Trainer Markus Kauczinski. Kreuzer organisierte den sofortigen Wiederaufstieg – und ließ sich dann gegen den Willen vieler Karlsruher vom Hamburger SV abwerben.

Voller Verbundenheit sagt der Ex-Profi vor dem Wiedersehen am Sonntag (bei uns im Live-Ticker): „Ich komme mit sehr positiven Gefühlen zurück in den Wildpark. Jeder weiß, dass ich dort eine sehr positive Zeit hatte. Ich habe ein gutes Verhältnis zum Präsidium, zum Trainerteam, eigentlich zum ganzen Klub.“

Bei 1860 gibt es Meisterlöwen. Beim KSC, der nie Meister war, heißen die alten Helden: Sternkopf, Scholl, Euro-Eddy – aber auch Kreuzer.

Spezl Olli Kahn kommt in Kreuzers Anekdotenschatz genauso vor wie das 7:0 gegen Valencia. Doch all das spielt keine Rolle für ihn, wenn er am Sonntag zurückkehrt. Als Freund zwar. Aber eben auch als Gegner. „Wir brauchen die Punkte“, sagt Kreuzer und stellt sich auf erbitterten Widerstand ein: „Es braucht keiner zu glauben, dass der KSC die Saison austrudeln lässt.“

Vier Siege braucht 1860, um sich zu retten, glaubt Trainer Benno Möhlmann. Kreuzer sagt: „Je weniger Spiele es werden, desto mehr Überraschungen wird es geben. In Kaiserslautern hat uns ja auch keiner einen Sieg zugetraut.“

Kreuzer glaubt, dass seine neue Mannschaft auch einen Sieg bei seinem alten Verein im Kreuz hat. Ein KSC-Herz hat er noch immer. Am Sonntag will er es für 90 Minuten vergessen.

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