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Osako: "Das Tor war sehr wichtig für mich"

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Yuya Osako beim Strand-Fotoshooting. © sampics / Stefan Matzke

Belek - Löwen-Neuzugang Yuya Osako hat sich am Donnerstag zu seinen ersten Wochen bei den Löwen geäußert. Er freut sich über sein Testspiel-Tor, sieht bei sich aber noch Luft nach oben.

Auf dem Trainingsplatz in Belek taut Yuya Osako Tag für Tag weiter auf, gegen St. Pauli gelang dem Stürmer nach Flanke von Markus Steinhöfer ein Kopfballtor. Im Gespräch ist dagegen immer noch Zurückhaltung Trumpf beim 23-jährigen Japaner. „Er ist nicht der Typ, der sich gerne öffnet, zudem ist er erst seit zweieinhalb Wochen in Deutschland“, sagt Übersetzer Kai Dämpfling. Wie gut ihm der Einstandstreffer getan hat ? Da muss Osako nicht lange überlegen. „Das Tor war sehr wichtig für mich“, sagt er. „Ich merke, dass es langsam aufwärts geht. Die Spieler sind hier robuster, es wird härter gespielt. Meine Aufgabe ist es, dass ich mit meinen Mitspielern besser kombinieren lerne.“

Seinen Startplatz gegen Düsseldorf hat Osako laut Friedhelm Funkel sicher. „Es wird schwer sein, ihn aus der ersten Elf zu verdrängen“, sagte der Coach nach dem Pauli-Spiel. Osako weiß, wie er das Kompliment zu nehmen hat. „Ich will mir das Vertrauen des Trainers weiter verdienen!“ Welchen Sturmpartner ihm Funkel gegen Düsseldorf an die Seite stellen wird, Benny Lauth oder Stephan Hain, ist zweitrangig: „Beide sind Spieler mit großen Fähigkeiten. Wichtig ist, dass wir harmonieren und gewinnen.“ Und wie läuft’s mit Zimmerkollege Volz? Osako lacht: „Moritz gibt sich Mühe. Ich muss mich anstrengen, damit ich schneller Deutsch lerne als er Japanisch.“

Bilder: Osakos erste Wochen bei den Löwen

Dann wird Yuya ernst. Als die Rede auf die Atomkatastrophe von Fukushima kommt, wandert sein Blick über den Bretterboden der Hotelterrasse. „Ich habe damals in Ibaraki gespielt“, erzählt er, „nicht weit entfernt von Fukushima – entsprechend groß waren die Schäden in der ganzen Präfektur. Das Atomkraftwerk ist immer noch nicht unter Kontrolle.“ Viel mehr ist ihm zu diesem Thema nicht zu entlocken. Fußball – im Grunde will Osako nur über Fußball sprechen. „Seit ich mich erinnern kann, spiele ich Fußball“, sagt er. „Fußball ist mein Schicksal.“

lk

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