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Schneider bleibt! Ismaik mit Charme-Offensive

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Da stand der Einigungswille noch im Vordergrund: 1860-Präsident Schneider (l.) am 9. April mit Investor Ismaik und Geschäftsführer Schäfer © Imago

München - Dieter Schneiders Rücktritt als 1860-Präsident ist vom Tisch. Wie geht's jetzt weiter? Am Freitagabend konstituiert sich der Aufsichtsrat. Otto Steiner erklärt, was er erwartet.

Er bleibt, er tritt zurück, er bleibt, er geht doch… Seit dem vergangenen Wochenende gibt es nur noch ein Thema beim TSV 1860: Die Zukunft von Präsident Dieter Schneider (64). Lässt sich der Unternehmer aus dem Dachauer Land vom jordanischen Investor Hasan Ismaik ins Bockshorn jagen, oder schafft er es, die eigenen Reihen so weit zu schließen, dass künftig eine Partnerschaft auf Augenhöhe möglich ist?

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Seit Donnerstag steht fest: Schneider macht weiter. Um 16.38 Uhr kam die entsprechende Presseerklärung. Darin teilt das Präsidium mit: „Es gab und gibt natürlich einen Anpassungsprozess zwischen dem Investor und dem Verein, bei dem am Anfang nicht alles rund läuft. Wir wissen, dass eine gute Zukunft für 1860 München von einem vertrauensvollen Miteinander abhängt. Da auf beiden Seiten dieser gute Wille vorherrscht, sind Präsidium und Aufsichtsrat optimistisch, dass dieser Anpassungsprozess letztendlich zu einem für beide Seiten und damit für unseren Verein positiven Ergebnis geführt werden kann. Präsident Dieter Schneider wird weiterhin federführend mit der Unterstützung von Präsidium und Aufsichtsrat diesen Prozess begleiten und auch die entsprechenden Gremiumssitze einnehmen.“

Schneller war Hamada Iraki. Der Unicredit-Banker und Münchner Statthalter von Ismaik schickte um 14.45 Uhr einen Brief an die Münchner Zeitungen, in dem der Investor um Verständnis bei den Löwenfans wirbt und klarstellt, nie einen Rücktritt von Präsident Dieter Schneider gefordert zu haben.

Die arabische Charme-Offensive beschränkte sich nicht nur auf Schriftliches. Vormittags um elf hatte Iraki den zwei Dutzend Fans am Löwenstüberl einen Besuch abgestattet. „Er hat uns erklärt, wie wichtig dem Investor ein gutes Klima im Klub ist“, berichtete ein Teilnehmer. „Und zum Schluss hat er uns dann noch eine Getränkerunde ausgegeben.“

Bleibt abzuwarten, wie das Ganze am Freitagabend ab 19 Uhr bei der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrats abläuft. Der scheidende Gremiumsvorsitzende Otto Steiner sagte der tz am Donnerstag: „Ich gehe davon aus, dass es nicht so eine lange Geschichte wird. Gemäß Tagesordnung sollen die beiden Gremien konstituiert werden (KGaA-Aufsichtsrat und Geschäftsführungs-Beirat), ich glaube nicht, dass es am Freitag schon zur Diskussion von Sachthemen kommt.“

Steiners Wunsch: „Man muss alles wieder auf null stellen und dann gemeinsam die Arbeit aufnehmen. Ich weiß von Dieter Schneider zu 100 Prozent, dass er das möchte.“

lk. 

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