Meisterlöwe wünscht sich Ruhe bei 1860

Grosser: "Man muss die Leute in Ruhe arbeiten lassen"

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Peter Grosser.

München - Peter Grosser hält viel von Löwen-Trainer Torsten Fröhling. Er weiß, auf was es nun ankommt, damit 1860 wieder in die Spur findet.

Peter Grosser gehört noch zu denen, die die großen Zeiten bei 1860 miterlebt haben. Der Meisterlöwe von 1966 kehrte vor einigen Wochen zurück zu den Löwen - als Berater von Übergangspräsident Siegfried Schneider. "Das betrifft den Verein an sich nicht", stellt Grosser im Interview mit dem kicker aber klar. "Schneider hat sich erfreulicherweise spontan bereit erklärt, das Amt zu übernehmen, das muss man sehr hoch anerkennen. Beschäftigen ihn sportliche Fragen, stehe ich ihm jederzeit für Ratschläge zur Verfügung."

Er selbst würde sich aber nicht für eine Wahl zum 1860-Präsidenten zur Verfügung stellen und bezeichnet diesen Gedankengang als "Quatsch". Von 1990 bis 2011 war Grosser Vizepräsident der SpVgg Unterhaching.

Der Fokus aber liegt nun natürlich auf der aktuellen Spielzeit. Für Grosser ist klar, worum es bei Sechzig in erster Linie gehen muss: "Nach einer solch verkorksten Saison gilt es, sich zu stabilisieren. Dass der Klub lebt, hat man an den Zuschauern bei den zwei letzten Heimspielen gesehen. Um den Verein muss man nicht bangen, man muss ihn nur ins richtige Fahrwasser bringen." Trainer Torsten Fröhling ist dafür laut dem 76-Jährigen der richtige Mann, denn man könne nun gut seine Handschrift im Spiel der Löwen erkennen.

Am Montagabend geht es für 1860 zum Club nach Nürnberg. Die ersten Punkte sollen, bzw. müssen her. "Der Auftakt in die Liga war alles andere als glücklich, der Sieg gegen Hoffenheim aber absolut verdient", so Grosser. "Das gibt in jedem Fall Anlass zum Optimismus für die nächsten Spiele. Jedoch sollte das 2:0 nicht überbewertet werden. Das war im Pokal, nun kehrt man zurück in den Alltag. Das Team darf sich nicht ausruhen, im Gegenteil: In Nürnberg geht's wieder von vorne los."

Wichtig sei aber auch, dass man beim TSV 1860 jetzt mit Bedacht gehandelt werde. "Man muss die Leute jetzt in Ruhe arbeiten lassen und der sportlichen Führung vertrauen", sagt Grosser. "Sie versuchen alles, um das bestmögliche Spielerpersonal für eine erfolgreichere Saison zu bekommen und vor allem langfristig auf Eigengewächse zu setzen."

fw

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