In Sorge um den TSV 1860

Meister-Löwe Grosser unterstützt Fan-Protest: "Das ist doch kein Zustand"

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In Sorge um seine Löwen: Peter Grosser.

München - Für den Fan-Protest gegen Poschner und Co. haben sich auch prominente Löwen-Gesichter angekündigt. Der Co-Organisator der Aktion bekräftigt in der tz noch einmal die Notwendigkeit.

Abgesagt – oder doch nicht? Zuletzt gab es einige Irritationen um den für Samstag, angekündigten Fan-Protest gegen das „Weiter so“ beim TSV 1860. Co-Organisator Franz Hell stellte am Freitag in der tz allerdings klar: „Die Aktion findet wie geplant statt!“

Um 12.30 Uhr werden sich Hell, sein „Allesfahrer“-Kollege Roman Wöll und – so hoffen die Organisatoren – einige Hundert Fans vor dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße versammeln, um friedlich gegen die Klubpolitik zu demonstrieren. Hell: „Mir geht’s nicht um Personen, sondern um den Verein. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen kann bei 1860. Wir werden auch besprechen, wie wir uns in der Mitgliederversammlung am 21. Juni verhalten sollen.“

Auch prominente Löwen-Gesichter werden am Samstagmittag erwartet. Zugesagt haben u.a. die Meisterlöwen Peter Grosser, Hans Rebele und Hans Reich, Ex-Präsident Karl Auer, Kult-Trainer Karsten Wettberg, Aufstiegsheld Thomas Miller und Sponsor Hans Sitzberger.

Grosser meinte zur tz: „Die sportliche Führung hat so viele Fehler gemacht, dass die Weichen klar auf Abstieg gestellt waren. Der Klassenerhalt war mehr als glücklich. Und jetzt, anderthalb Wochen danach, gibt es von oben immer noch keine Entscheidung, wie es weitergehen soll. Das ist doch kein Zustand.“

Von Investor Hasan Ismaik erwartet Grosser nicht mehr viel: „Ich erinnere mich an ein Zitat von ihm, dass junge Spieler nicht mehr bei erster Gelegenheit abgegeben werden sollen. Mit Julian Weigl ist genau das jetzt wieder passiert. Er geht für Peanuts nach Dortmund, und für das Geld werden wieder Spieler geholt, die mit Sechzig nichts zu tun haben. Ich frage mich, was Ismaik eigentlich noch will. Aber er spricht ja nicht. Es redet ja nur der Herr Basha.“

Und der sieht keinen Grund, an Poschner zu rütteln. Hells Konsequenz: Der Druck auf Basha und Poschner muss erhöht werden. Im Einladungstext heißt es dazu: „Dies kann nur in der Öffentlichkeit und nur durch eine konzertierte Aktion einer großen Fanmenge realisiert werden! (…) Kommt zahlreich und unterstützt dieses Bemühen, das vielleicht die letzte Möglichkeit darstellt, Herrn Poschner zu zeigen, dass er bei uns nicht mehr erwünscht ist!!“

Im e.V.-Verwaltungsrat herrscht darüber Einigkeit. Das Gremium sprach sich in seiner jüngsten Sitzung gegen Poschner aus. Die Frage ist, ob Präsident Gerhard Mayrhofer das Risiko eingeht, mit einer Entlassung Poschners Investor Hasan Ismaik zu brüskieren. Laut SZ könnte Ismaik zum 31. Dezember Darlehen über rund sechs Millionen Euro kündigen. Für diesen Fall bräuchten die Löwen bis dahin einen anderen Geldgeber, um nicht in Insolvenzgefahr zu geraten.

lk

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