Daumendrücken gegen Leipzig

Neururer über 1860: "Finde den Verein sympathisch"

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Peter Neururer.

München - Das Treffen zwischen 1860-Geschäftsführer Noor Basha und Peter Neururer ist bekannt. Der Kult-Trainer gibt sich gegenüber der tz als Sympathisant des Vereins aus und will für das Spiel gegen Leipzig die Daumen drücken.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde im Fernsehen ein Münchner „Tatort“ wiederholt, der im Zeitungsmilieu spielte. Einer aus den Achtzigerjahren, also gut 30 Jahre alt. Eine der Szenen: Redaktionskonferenz. Der Chefreakteur wendet sich an den Kollegen vom Sportressort, um zu erfahren, was es Neues gebe für’s Blatt, fragt ihn aber vorher noch: „Sie sogn’s amoi, wer is’n eigentlich in dera Woch’ Trainer bei Sechzge?“

Ein absolut zeitloser Gag, der in diesen Tagen wieder besonders aktuell werden könnte. Denn während Torsten Fröhling sich jetzt schon acht Spieltage lang vergeblich abmüht, den ersten Saisonsieg einzufahren, nahm Geschäftsführer Noor Basha die Gelegenheit wahr, sich in Düsseldorf mit Peter Neururer zu treffen. Ganz ungeniert und öffentlich in der Lobby eines Hotels.

Basha und Neururer bestätigen Treffen, aber ...

Da der 60-jährige Neururer gefühlt fast schon jeden Verein in Deutschland trainiert hat und auch vor keiner Fernsehkamera flieht, ist er natürlich bekannt wie ein bunter Hund, und das Treffen in der Lobby des Düsseldorfer Flughafen-Hotels wurde schnell publik. Neururer bestritt das ebensowenig wie Noor Basha, der dazu Folgendes über die Presseabteilung des TSV 1860 ausrichten ließ: „Es war ein privates Treffen mit Peter Neururer, den ich schon länger kenne, und das ich nicht kommentieren möchte.“

Privates Treffen – nicht schlecht. Wie lange kennen sich die beiden sich eigentlich schon? Seit dem WM-Finale 1954 in Bern, oder seit der ersten Mondlandung?

Dazu wollte Peter Neururer keine Auskunft geben, allerdings gab er gegenüber der tz Folgendes zu: „Ich habe schon befürchtet, dass das rauskommt, wenn wir uns im Foyer des Flughafenhotels treffen. Das kann man jetzt gut oder nicht so gut finden…“

Zum Thema 1860 gab’s von ihm dies zu hören: „Ich finde den Verein ganz sympathisch, und er ist auch noch nicht abgestiegen. Gegen Leipzig wünsche ich den Löwen viel Glück.“

Das kann vor allem Trainer Torsten Fröhling gut gebrauchen. Denn wenn es am Sonntag wieder schiefgeht, dann war’s das womöglich für ihn. Im Moment wird bei den Blauen allerdings über die Situation noch gewitzelt. So wurde Fröhling gestern von einem Mitarbeiter gefragt, ob man sein Einlassbändchen für den gemeinsamen Wiesnbesuch am kommenden Dienstag schon dem Herrn Neururer schicken dürfe…

Wie gesagt: Diese Woche heißt der Trainer noch Fröhling. Aber nächste Woche…?

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