Pfarrer Schießler predigt für 1860

"Erstürmen wir gemeinsam das Hindernis Klassenerhalt"

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"Als Jesus ihren Glauben sah, also den der Helfer (!!), konnte er dem Gelähmten seine Sünden vergeben. So soll es auch mit Euch geschehen…"

München - Ein wenig göttlicher Beistand kann dem TSV 1860 gegen Nürnberg nicht schaden! Pfarrer Rainer Maria Schießler predigt für die Löwen gegen den drohenden Abstieg.

Der Evangelist Markus berichtet uns eine bewegende Geschichte: Da bringen engagierte Menschen einen Gelähmten zu Jesus, und weil so viele Menschen vor und in dem Haus waren, konnten sie nicht einfach eintreten mit der Bahre und dem Mann darauf. Also deckten sie kurzerhand das Dach ab und ließen den Patienten von oben herab direkt vor Jesu Füße herab!

Liebe Spieler von unserem geliebten TSV 1860, da muss man kein Bibelforscher sein, um zu erkennen, wie sehr diese Situation gerade uns alle trifft! Wir alle kämpfen mit Euch gegen den Abstieg, wollen nicht weiter gelähmt bleiben und in der Zweiten oder gar Dritten Liga unser Dasein fristen.

Natürlich spürt man die Lähmung am deutlichsten auf dem Platz selbst. Da können wir Fans, da kann kein Trainer aktiv eingreifen. Glaubt es mir, ohne mir böse zu sein, das war schon arg gelähmt, was wir in dieser Saison mit Euch erleben durften!

Aber das alles zählt jetzt nicht mehr. Darum nehmen wir Fans Euch einfach mit auf der Bahre unserer Leidenschaft und tragen Euch sozusagen gemeinsam hin zum Klassenerhalt. Ja, das Haus ist voll, heißt es im Evangelium. Das stimmt, so viele Mannschaften wollen in der 2. Liga bleiben und nicht absteigen. Ob Aue, Aalen oder St. Pauli, unsere Freunde aus Fürth oder St. Pauli, viele verstellen uns jetzt den Weg, um selbst in der Zweiten Liga zu bleiben.

Doch wie die Menschen im Evangelium sind wir kreativ: Wir decken das Dach ab und lassen Euch direkt von oben herab! Ihr könnt mit unserer vollen Unterstützung rechnen, wir tun alles, was in unserer Fan-Macht steht, damit dieses Unternehmen Zweite Liga vorerst gelingt.

Als Jesus ihren Glauben sah, also den der Helfer (!!), konnte Jesus dem Gelähmten seine Sünden vergeben und ihn heilen. So soll es auch mit Euch geschehen: Unser festes Vertrauen in Euch, in Eure Leidenschaft und Euren Kampfesgeist wird es sein, der Euch beflügelt. Weil wir alle an den Nichtabstieg glauben, habt Ihr die Kraft, dafür zu kämpfen. All die Sünden der bisherigen Saison von ungeschickten Spielereinkäufen, Enttäuschung mit Trainern, Verletzungssorgen und großen übertriebenen Sprüchen zu Beginn der Saison – all diese Sünden sollen Euch und uns vergeben sein, denn wir haben ja ein wirkliches Ziel vor Augen, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Denkt daher immer daran, wenn Ihr da draußen auf dem Platz steht bzw. lauft: Ihr seid nie allein. Wir haben Euch bis hierher getragen, und wir werden mit Euch weiter marschieren. Die Bahre, die Erinnerung an schlechte Zeiten, lassen wir einfach stehen und gehen frohgemut auf die 1. Liga zu! Ist das nicht ein herrlicher, ja himmlischer Ausblick?

Also, erstürmen wir gemeinsam das scheinbar unüberwindbare Hindernis Klassenerhalt! Fangen wir an, echte Vorbilder zu sein! Es ist nie zu spät dafür!

von Pfarrer Rainer Maria Schießler

 

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