Er stand unter Manipulationsverdacht

Phantom-Tor: Skandal-Schiri war schon mal gesperrt...

+
Schiri Thorben Siewer (2.v.r.) zog den Zorn der Löwen auf sich.

München - Der Skandal-Schiri, der den Löwen bei der Niederlage in Duisburg einen Phantom-Treffer unterjubelte, war wegen Manipulationsverdacht in der Vergangenheit schon einmal gesperrt.

Weit hatte es das Schiedsrichtergespann nicht zum Spiel nach Duisburg. Bei freien Straßen dauert die Anfahrt rund eine Stunde. Der Schiedsrichter, Thorben Siewer, kam aus dem 80 Kilometer entfernten Drolshagen, Linienrichter Fabian Maibaum aus Hagen, lediglich 65 km weit weg. 

Löwen empört: "Lassen uns nicht alles gefallen"

tz-Leser wollten wissen, warum Unparteiische aus der näheren Umgebung das Spiel der Löwen in Duisburg pfeifen durften und dann noch so seltsame Entscheidungen getroffen haben. Präsident Peter Cassalette hat sich schlau gemacht: „Die Vorschrift lautet, dass die Schiedsrichter mindestens 50 Kilometer vom Spielort entfernt wohnen dürfen.“ Das war leider der Fall. Und einem anderen Verband angehören müssen sie auch. Siewer und Maibaum zählen zum westfälischen Fußballverband, der MSV Duisburg zum niederrheinischen. Die Dachorganisation beider ist allerdings der Westdeutsche Fußballverband. 

Sechzig verliert unglücklich beim MSV - nur zweimal die Note 3

Oliver Kreuzer zu diesem Thema: „Einen wenig erfahrenen Zweitliga-Schiedsrichter (Siewer pfiff erst seine siebte Zweitligapartie, d. Red.) für ein Abstiegsendspiel und einen Linienrichter aus der Nähe des Heimvereins zu wählen, halte ich schon für speziell.“ Gewisse Sympathien für den MSV könnten da nicht ausgeschlossen sein. Gepfiffen und gewunken wurde jedenfalls so, dass eine solche Vermutung nicht von der Hand zu weisen wäre. Kreuzer: „Es gab nach dem Spiel eine ganz, ganz lange Sitzung mit Schiedsrichter-Beobachter Helmut Krug. Die haben noch stundenlang getagt…“ 

Übrigens: Siewer stand Ende 2009 unter Manipulationsverdacht und durfte neun Monate lang kein  Spiel leiten. Er war kurzfristig als Assistent der Drittligapartie zwischen dem VfL Osnabrück und Wacker Burghausen am 5. Dezember 2009 abgesetzt worden. Erst im August 2010 wurde er vom Vorwurf, in einen Wettskandal verstrickt zu sein, freigesprochen.

1860 München

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Ismaik deutet Trainingslager in Abu Dhabi an
Ismaik deutet Trainingslager in Abu Dhabi an
Rekord-Löwe Ribamar feiert Debüt - „Er hat’s gut gemacht“
Rekord-Löwe Ribamar feiert Debüt - „Er hat’s gut gemacht“
Lacazette: „Mein Ziel heißt Stabilität“
Lacazette: „Mein Ziel heißt Stabilität“
Taktikexperte erklärt: Darum ist das Pereira-System gut für 1860
Taktikexperte erklärt: Darum ist das Pereira-System gut für 1860

Kommentare