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1860 vs Dresden: Polizei im Dauereinsatz

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Von: Tobias Roth

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München - Am Samstag war Dynamo Dresden beim TSV 1860 zu Gast - und mit ihrem Verein rund 20.000, zum Teil gewaltbereite, Anhänger des Vereins. Es kam zu mehreren Ausschreitungen. Die Polizei zog ein negatives Fazit.

Kurz vor 12.00 Uhr kam am Samstag ein Zug mit Anhängern von Dynamo Dresden am Hauptbahnhof in München an. Letztlich war die zahlreiche Unterstützung der Sachsen nicht von Erfolg gekrönt, die Münchner Löwen gewannen die Partie mit 1:0. Bereits im Zug, der über Pilsen in die bayerische Landeshauptstadt kam, gab es laut Polizeibericht „erhebliche Probleme mit den Fans“, somit wurden diese von den Einsatzkräften zum Stadion begleitet, auf dem Weg dorthin blieb es vorerst ruhig. An der Allianz Arena selbst aber gelang es ca. 40 „Problemfans unkontrolliert ins Stadion zu gelangen“. Die Polizei musste mithilfe der „Anwendung unmittelbaren Zwangs“ eingreifen und weitere Ausschreitungen verhindern. Dabei wurde ein Beamter leicht verletzt. 

Erst kurz vor dem Spiel wurde bekannt, dass ein weiterer Zug mit gewaltbereiten Anhängern über Schwandorf in München ankam. Dort hatten die „Fans“ bereits randaliert. Nach der Ankunft wurden diese „unter starker polizeilicher Begleitung ins Stadion gebracht.“ Am nördlichen Eingang provozierten sich beide Fanlager von TSV 1860 und Dynamo Dresden gegenseitig, von vermummten Dresdnern flogen immer wieder Flaschen. Auch die Einlasskontrollen verliefen alles andere als reibungslos. Erneut musste ein „unkontrolliertes Eindringen“ von der Polizei verhindert werden. 

Probleme auch nach dem Spiel

Im Stadion gingen die Probleme weiter. Die Anhänger der Gäste wollten sich Zutritt zu einem Block verschaffen, für den sie aber keine Eintrittskarte hatten. Ordnungsdienst und Polizei konnten sie aber daran hindern. Auch Pyrotechnik kam immer wieder zum Einsatz. 

Doch damit noch nicht genug. Nach dem Ende des Spiels waren „Fans“ beider Teams zu Gewalt bereit, die Polizei verhinderte eine Massenschlägerei und trennte die beiden Gruppen. Bei einer Festnahme verletzte sich ein weiterer Beamter leicht. Abfahrende Gästefans brannten erneut Pyrotechnik ab und warfen mit Böllern. 

Insgesamt wurden laut Polizeibericht zehn Personen festgenommen und sechs weitere wurden aufgrund verschiedener Delikte angezeigt. 

tor

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