Mittelfeldplatz ist das Saisonziel

Poschner: 1860 ist für Spieler weiterhin attraktiv

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1860-Sportchef Gerhard Poschner.

München - Trotz starker Kritik von Seiten der Fans und auch aus dem Verein ist Sportchef Gerhard Poschner immer noch im Amt. Sein Ziel für die neue Saison ist, die Löwen in ruhigeres Fahrwasser zu führen.

Für den sportlichen Geschäftsführer Gerhard Poschner war es keine leichte Sommerpause, an eine vernünftige Kaderplanung für die neue Saison war phasenweise nicht zu denken. Nach Fan-Protesten und interner Kritik stand sein Aus beim TSV 1860 so gut wie fest. Felix Magath sollte samt neuen Investoren der neue starke Mann werden. Doch das Nein von Anteilseigner Hasan Ismaik zur Personalie Magath machte dem Präsidium ein Strich durch die Rechnung. Die Konsequenz war der Rücktritt von Präsident Gerhard Mayrhofer & Co. und der Verbleib von Gerhard Poschner.

Das Chaos hat den Löwen in allen Bereichen nicht gut getan: "Der Verein, nicht ich, hat viel Zeit verloren, zu viel Zeit. In der Außendarstellung haben wir ganz schöne Kratzer abbekommen. Das müssen wir langsam wieder positiv gestalten. Doch noch ist es so, dass 1860 eine Marke ist, die für Spieler weiterhin attraktiv ist", analysiert Poschner die aktuelle Situation im Interview mit dem Kicker. Recht gibt ihm dabei die Vertragsverlängerung von Kapitän Christopher Schindler, dem angeblich auch Angebote aus der Bundesliga vorlagen. 

Personelle Verstärkungen sind jedoch noch Mangelware bei Sechzig. Nichtsdestotrotz verspricht er den Fans: "Das Team, das auf dem Rasen steht, wird alles dafür tun, eine bessere Saison als die letzte zu spielen." Das realistische Ziel soll dabei am Ende ein einstelliger Tabellenplatz sein. Denn auf das große Zittern wie in der Relegation gegen Holstein Kiel können alle beteiligten Personen verzichten. "Wir wollen eine stabile und sichere Saison spielen, ohne Ängste und Abstiegsgefahr", ist die Vorgabe des Sport-Geschäftsführers. Das dürfte auch dem Wunsch aller Löwen-Fans entsprechen.

Dafür müssen aber auch mögliche Zugänge einschlagen, die Fehler bei der Auswahl abgestellt werden. Dass hier in der Vergangenheit nicht optimal gearbeitet wurde, muss sich auch Poschner eingestehen: "Es war sehr schwer, die verschiedenen Nationalitäten und Spieler einzubauen. Die andere Lehre ist, dass die physische Komponente in der Zweiten Liga mit Sicherheit eine große Rolle spielt. Auch darauf haben wir nicht ausreichend geachtet bei der Auswahl der Spieler." Damit sind sicherlich auch die spanischen Zugänge aus der vergangenen Runde gemeint. Ihre Zukunft im Verein ist noch völlig offen, auch wenn der Sportchef versichert: "Diese zwei Fehler werden wir mit Sicherheit nicht mehr wiederholen."

mzl

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