Chefscout Schwarz will fair beurteilt werden

Pourie-Entdecker wehrt sich gegen Kritik

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Marvin Pourie wurde für die Löwen von Stephan Schwarz entdeckt.

Er ist die wohl am häufigsten kritisierte Person beim TSV 1860: Chefscout Stephan Schwarz.

Zu hohe Kosten, zu wenig Ertrag – so lassen sich die Vorwürfe an den Schwaben aus Aichelberg zusammenfassen. Jetzt, bei seinem Kurzaufenthalt auf Teneriffa, wehrt sich Schwarz erstmals öffentlich gegen die Kritik. „Wenn Olaf Bodden in einem Interview sagt, ich würde in Südamerika irgendwelche unerschwinglichen Spieler beobachten, dann stimmt das einfach nicht. Ich war ewig lange nicht mehr in Südamerika. Solche Vorwürfe sind einfach nicht korrekt. Richtig beurteilen können meine Arbeit der Manager und das Trainerteam bei 1860.“

Die Löwen auf Teneriffa - Sonne und dunkle Wolken

Die Löwen auf Teneriffa - Sonne und dunkle Wolken © 
Die Löwen im Trainingslager auf Teneriffa. Das bedeutet: Schwitzen und Dehnen satt. © Sampics
Alt-Löwe Michael Hofmann mit Neuzugang Marvin Pourie. © Sampics
Auf die Knie! © Sampics
Marco Kurz dribbelstark. © Sampics
Die Spieler fröhlich, der Trainer ernst. © Sampics
Kommen und Gehen: Marco Kurz und Mate Ghviniandze. © Sampics
Neuzugang Marvin Pourie führt die Truppe an. © Sampics
Marvin Pourie scheint von der Mannschaft gut angenommen worden zu sein: Hier scherzt der Neue mit Manuel Schäffler. © Sampics
Sonne und Regen wechselten sich in den ersten Tagen auf Teneriffa ab. © Sampics
Sascha Rösler akrobatisch. © Sampics
Uwe Wolf gibt Anweisungen. © Sampics
Wie auch Pourie, so scheint auch Sascha Rösler gut ins Team integriert worden zu sein. Hier mit Lars Bender. © Sampics
Hinter Gittern: Keeper Philipp Tschauner. © Sampics
Stefan Aigner und Gregg Berhalter beim Zweikampf. © Sampics
Düsteres Ambiente beim Training. © Sampics
Markus Thorandt und Julian Baumgartlinger. © Sampics
Gelenkig: Benjamin Schwarz. © Sampics
Dunkle Wolken über Markus Schroth - hoffentlich kein schlechtes Omen. © Sampics
Im Blickpunkt: Sascha Rösler. © Sampics
Der Neu-Löwe kann's auch mit dem Kopf... © Sampics
... und wie! © Sampics
Hoffmann, Pourie und Johnson im Trainingsspiel. © Sampics
Marvin Pourie energisch am Ball. © Sampics
Schattenmann, Teil 1: Michael Hofmann. © Sampics
Schattenmann, Teil 2: Torben Hoffmann. © Sampics
Sven Bender und der grüne Rasen. © Sampics
Gute Miene auch bei Neuzugang Stefan Aigner. © Sampics
Marco Kurz mit Pourie und Holebas. © Sampics
Schlechtes Versteck: Torben Hoffmann. © Sampics
Torben Hoffmann verletzte sich beim Training. © Sampics
"Püppchen" Mate Ghvinianidze. © Sampics
Stretchen oder ausruhen? Das ist hier bei Benny Lauth die Frage. © Sampics
Bitte lächeln, Marvin Pourie. © Sampics
Bei all dem harten Training muss auch mal eine Pause drin sein: Marvin Pourie am Strand. © Sampics
Der obligatorische Händedruck zwischen Geschäftsführer Stefan Reuter und Neuzugang Marvin Pourie. © Sampics

Die sehen Schwarz durch die Bank als wertvolle Hilfe. „Er macht den Job, den anderswo drei oder vier Leute erledigen“, sagt Stefan Reuter. Zur Spielerbeobachtung kommt bei Schwarz auch die Gegneranalyse. Am Mittwoch fliegt er nach La Manga/Spanien, um Pokalgegner Hamburg in den Tests gegen Hoffenheim und Cartagena (span. Drittligst) zu beobachten, nächsten Dienstag geht’s nach Stuttgart, wo der erste Punktspiel-Kontrahent SC Freiburg gegen den VfB antritt.

„Ich komme im Jahr auf bis zu 150 000 Autokilometer, dazu ein paar Flüge“, sagt Schwarz. „Das Auto ist mein Büro, fast mein Lebensraum.“

Und die Erfolge? „Seit Stefan Reuter Manager ist, trägt das Bild der Mannschaft auch meine Handschrift“, sagt Schwarz. „Ghvinianidze, Tschauner, Thorandt habe ich gescoutet, auch mit Daniel Bierofka hatte ich in Stuttgart immer Kontakt. Ich wollte sehen, ob er nach seinen schweren Verletzungen wirklich wieder voll angreifen kann.“

Dazu kommt aktuell der Coup mit Sturmtalent Marvin Pourie, den sich die Löwen von Schalke ausgeliehen haben. Schwarz: „Ich kenne Marvin seit der U 15, habe ihn bei Nationalmannschafts-Lehrgängen, Länderspielen, etc. beobachtet. Es brauchte jetzt halt diese Liverpool-Schalke-Konstellation, um einen Spieler von so einer Qualität zu 1860 holen zu können.“

Das ist der Punkt. Mit den Geldkoffern der Konkurrenz kann 1860 nur schwer konkurrieren. „Natürlich ist es manchmal enttäuschend, wenn dir ein Spieler, den du lange beobachtet hast, quasi vor der Nase weggeschnappt wird“, sagt Schwarz. „Aber so ist nun mal die Situation bei 1860. Wir haben diese Rahmenbedingungen und müssen das daraus Beste machen.“

Aktuell scoutet Schwarz vor allem in Zentraleuropa, in Deutschland und den angrenzenden Ländern. „Großklubs“, sagt er, „sind vorwiegend in Spanien, Argentinien und Frankreich unterwegs.“ Aber auch Österreich sei extrem interessant. „Die U 17 ist das Beste seit der Generation Polster, Herzog. Aber das wissen halt leider nicht nur wir bei Sechzig...“

Quelle: tz

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