Provoziert er seinen Abgang?

Stark zur tz: "Jeder bei 1860 weiß, was ich will"

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Auf dem Absprung? Yannick Stark.

München - Nicht nur die Verletzung von Rubin Okotie sorgte für Misstöne bei den Löwen. Sondern auch die Querelen um Yannick Stark. "Bei 1860 weiß eigentlich jeder, was ich will", sagt der Mittelfeldmann.

Eigentlich hätten sie an diesem Donnerstagabend Grund zu ungetrübter Freude gehabt beim TSV 1860. 2:0 (0:0) gegen den ungarischen Tabellenführer Videoton Szekesfehervar gewonnen, einen Seitfallzieher durch Daylon Claasen (60.) und ein Kopfballtor von Stephan Hain (73.) bejubelt, dazu das Comeback von Dominik Stahl auf der Habenseite und obendrein noch der gelungene Einstand von Anthony Annan (Zitat Gerhard Poschner: „Er hat gespielt, als wenn er noch nie woanders gewesen wäre.“) – ein perfekter Abschluss des Trainingslagers von Marbella. Wie gesagt: eigentlich.

Denn begleitet wurde der Test von zwei weniger schönen Ereignissen. Zum einen der Oberschenkelblessur von Rubin Okotie („Der Muskel hat zugemacht“), die den Wiener ein paar Tage beschäftigen wird. Zum anderen durch die Causa Yannick Stark, dessen Transferflirt mit Darmstadt 98 am Donnerstag in einen handfesten Wechselstreit ausartete. Oder soll man sagen: Wechselstreik?

Stark teilte Sportchef Poschner am Vormittag mit, dass er sich mental und körperlich nicht in der Lage sehe, am Testspiel teilzunehmen. Statt auf der Bank, saß der Hesse auf der Tribüne neben dem geschonten Valdet Rama und den beiden noch verletzten Spaniern Edu Bedia und Rodri.

Von der tz nach den Gründen gefragt, sagte Stark: „Bei 1860 weiß eigentlich jeder, was ich will. Das war alles so abgesprochen und ich weiß nicht, an was es hakt. Ich sitze zwischen allen Stühlen und weiß nicht, wo ich hingehöre. Es ist eine Scheiß-Situation. Das blockiert mich und wenn man mit dem Kopf nicht 100 Prozent bei der Sache ist, ist auch das Verletzungsrisiko hoch.“

Stark will nach Darmstadt, zumal ihm bei 1860 angeblich gesagt worden sei, dass er gehen könne, wenn ein weiterer Mittelfeldspieler komme (wie mit Annan geschehen). Problem: Die Darmstädter wollen keine Ablöse für den 24-Jährigen bezahlen, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft. Und zu verschenken haben die Löwen nichts, wie Poschner klarstellte: „Yannick sitzt nur auf einem Stuhl, und der heißt 1860. Dass wir seinen Wunsch zur Kenntnis genommen haben, heißt nicht dass wir ihn auch erfüllen. Wir lassen uns generell nicht unter Druck setzen.“

Provoziert Stark seinen Abgang? Zur tz sagte er: „Ich bin keiner, der mit aller Gewalt weg will, aber es sieht doch jeder, dass ich hier bei 1860 kein wichtiger Spieler mehr bin. Man könnte für alle eine gute Lösung finden. Spätestens am Montag wissen wir mehr.“

lk

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