Punktabzug für 1860: Das sagen die Löwen-Bosse

München - Dem TSV 1860 München werden wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung mit sofortiger Wirkung zwei Punkte abgezogen. Lesen Sie die Presserklärung des Vereins im Wortlaut:

Diese Pressemitteilung hat der TSV 1860 München am Dienstag um kurz nach 13 Uhr verschickt:

"Zeitgleich zur Pressmeldung der DFL Deutsche Fußball Liga über die zwei Punkte Abzug für den TSV 1860 München wegen unzureichender Informationen im Lizenzierungsverfahren äußerte sich Löwen-Geschäftsführer Dr. Robert Niemann gegenüber Medienvertreter.

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Schwerer Schlag für 1860: Zwei Punkte Abzug

Dr. Niemann stellte in diesem Zusammenhang klar, dass es sich bei dem Vergehen um einen Zeitraum (15 März bis Anfang Juni 2010) handle, in dem er noch nicht Geschäftsführer des TSV 1860 war. "Es wurden damals Informationen vorgelegt, die unzureichend waren. Würden diese im Lizenzierungsverfahren angegebenen Finanzierungsmittel zur Verfügung stehen, hätten wir jetzt nicht die aktuellen Probleme", erklärte Niemann. Der verlorene Catering-Prozess, nicht erfolgte Transfers und die fehlenden Erlöse aus dem Verkauf der Löwen-Anleihen seien nur einige der Gründe gewesen, die zu dem Engpass führten. "Ich habe von Beginn an sehr offen und transparent mit der DFL gesprochen und versucht, möglichst schnell eine Klärung herbeizuführen", so Niemann über den eingeschlagenen Weg.

Die Rückennummern der Löwen

Neue Saison, (teils) neue Nummern: Sehen Sie hier, wer bei den Löwen was auf dem Trikot trägt - und welche Nummer noch frei sind. 1 Gabor Kiraly © sampics
2 Antonio Rukavina © sampics
3 Stefan Bell © Getty
4 Kai Bülow © sampics
5 Mathieu Beda © sampics
7 Daniel Bierofka © sampics
8 Aleksandar Ignjovski © sampics
9 Djordje Rakic © Getty
11 Benjamin Lauth © sampics
12 Philipp Tschauner © sampics
13 Necat Aygün © 
14 Juan Barros © Getty
15 Stefan Aigner © sampics
16 Dominik Stahl © sampics
17 Stefan Buck © Getty
18 Alexander Ludwig © sampics
19 Mate Ghvinianidze © sampics
20 Tarik Camdal © sampics
21 Sandro Kaiser © sampics
22 Eke Uzoma © sampics
23 Benjamin Schwarz © sampics
24 Florin Lovin © sampics
25 Emanuel Biancucchi © sampics
27 Manuel Schäffler © sampics
28 Daniel Halfar © sampics
32 Kushtrim Lushtaku © sampics
33 Kenny Cooper © sampics
35 Moritz Leitner © dpa

Die Offenheit gegenüber der DFL hätte zu dem "moderaten Strafmaß von zwei Punkten" geführt. Laut Niemann reiche ein Verstoß gegen die Lizenzierungsordnung der DFL bis hin zum Lizenzentzug. Das Strafmaß habe man sofort akzeptiert, weil die DFL zur Neutralität gegenüber allen ihren Mitgliedern verpflichtet sei. "Auch sie muss sich an die Statuten halten."

"Ich sehe es so, dass mit dieser Strafe alle Vergehen der Vergangenheit abgegolten sind", erklärte Niemann. Die Lage sei zwar nach wir vor angespannt, trotzdem sieht er die Löwen auf einem guten Weg. "Das wichtige Signal ist, dass unsere Partner sehen, dass ein Geschäftsführer am Ruder ist, der einen Weg der Stabilisierung fährt, damit bei den Partnern Vertrauen entsteht und sie uns treu bleiben."

Die Löwen im Olympiastadion - so war es damals

Werfen Sie hier einen Blick zurück auf die Zeit, in der die Löwen im Olympiastadion kickten. Wir haben die schönsten Bilder für Sie zusammengestellt. © dpa/getty
Zuletzt spielten die Löwen ... © dpa/getty
... zwischen 1995 und 2005 in der 1972 erbauten Betonschüssel. © dpa/getty
Die Jahre im Olympiastadion ... © dpa/getty
... waren mehr oder minder erfolgreich ... © dpa/getty
Immerhin spielte man dort ... © dpa/getty
... auch die tolle Saison 1999/2000, als man ... © dpa/getty
...auch dank der Tore von Martin Max ... © dpa/getty
... Platz 4 in der Bundesliga und somit die Qualifikation zur Champions League erreichte. © dpa/getty
Die beiden Löwen-Könige im Olympiastadion: Werner Lorant (l.) und Karl-Heinz Wildmoser. © dpa/getty
Die Tribünen des Olympiastadions erlebten Werner Lorant lachend ... © dpa/getty
... wütend ... © dpa/getty
... rasend ... © dpa/getty
... rauchend ... © dpa/getty
... fröhlich ... © dpa/getty
... verzweifelt ... © dpa/getty
... enttäuscht ... © dpa/getty
... tröstend ... © dpa/getty
... und immer hundertprozentig konzentriert. © dpa/getty
Die Duelle gegen den FC Bayern ... © dpa/getty
... waren immer von besonderer Brisanz ... © dpa/getty
Oftmals ging es heiß her zwischen den beiden Teams. © dpa/getty
Meistens hatten die Bayern das sportlich bessere Ende für sich. © dpa/getty
Nicht aber am 13. Spieltag der Saison 1999/2000, als Thomas Riedl den entscheidenden Treffer beim 1:0-Sieg gegen die Roten erzielte. © Getty
Freundschaftliche Bande zwischen Oliver Kahn und Werner Lorant. © dpa/getty
Auch Erik Mykland spielte im Olympiastadion auf. © dpa/getty
Das Olympiastadion war nie besonders beliebt bei den Löwen-Fans, manche wussten aber trotzdem zu feiern. © dpa/getty
Torhüter Daniel Hoffmanns "Zeitarbeit" bei den Löwen dauerte von 1997 bis 2001. © dpa/getty
Großer Löwen-Fan: Der ehemalige Finanzminister Theo Waigel. © dpa/getty
Löwen-Jubel I. © dpa/getty
Löwen-Jubel II. © dpa/getty
Löwen-Jubel III. © dpa/getty
Auch internationale Prominenz ließ sich bei Spielen gegen die Löwen im Olympiastadion blicken. Hier der ehemalige Trainer von Newcastle United, der mittlerweile verstorbene Sir Bobby Robson. © dpa/getty
Die Löwen trafen im Halbfinale des UI-Cups 2001/2002 auf die Engländer. © dpa/getty
Und schieden aus (2:3 und 1:3). © dpa/getty
Ein Löwen-Urgestein: Daniel Borimirow. © dpa/getty
Auch Bernhard Trares (Mite) gilt als eine Legende der Löwen. © dpa/getty
Nicht selten bot der Anblick des Olympiastadions bei Löwen-Spielen aber auch Tristesse. © dpa/getty
Roman Tyce im Laufduell mit Bayerns Sebastian Deisler. © dpa/getty
Auch ein wichtiger Spieler in der Olympiastadion-Ära der Löwen: Thomas Häßler. © dpa/getty
Torben Hoffmann (r.) kickte auch schon im Olympiastadion für doe Löwen. © dpa/getty
Ein Trainer kann der einsamste Mensch auf Erden sein, wie hier Falko Götz. © dpa/getty
Unter Götz ... © dpa/getty
... gerieten die Löwen in der Saison 2003/2004 auf die falsche Spur beziehungsweise in den Abstiegsstrudel. © dpa/getty
Der Tiefpunkt: Francis Kioyos verschossener Elfmeter im Heimspiel gegen Hertha BSC. Der Abstieg war besiegelt. © dpa/getty
Trauernde Löwen-Fans ... © dpa/getty
... die in der 2. Bundesliga wenigstens das ungeliebte Olympiastadion verlassen und wieder im Grünwalder Stadion jubeln durften. © dpa/getty
Jetzt gibt es Erwägungen, wieder ins Olympiastadion zurückzukehren, weil so mancher sich nicht mit der Allianz Arena anfreunden mag. Wo werden die Löwen ihre sportliche Heimat finden? © dpa/getty

Er selbst sei ein mental starker Mensch, der nicht vor den Problemen weglaufe. "Ich halte mich rechtlich an die Rahmenbedingungen und bin weiterhin von der Marke und dem Image des TSV 1860 überzeugt."

Sportlich sei der Punktabzug bitter, so Niemann. "Besonders für unsere junge Mannschaft, die alles gibt. Ich hoffe, dass sie sich durch diese Strafe nicht den Schneid abkaufen lässt." Dies sieht Sportdirektor Miki Stevic ähnlich, der eine ähnliche Situation als Spieler bei Dynamo Dresden erlebte. "Wir haben uns damals sogar am Saisonende für den UEFA-Cup qualifiziert." Für die Mannschaft sei der Punktabzug "Dinge, die man nicht verändern kann". Deshalb solle sie sich damit auch nicht beschäftigen. "Diese angezogene Handbremse wird uns nicht stören. Ich denke, dass die Mannschaft ihren eingeschlagenen Weg unbeirrt fortsetzt und eine positive Reaktion gegen Bielefeld zeigt."

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