Finanzprobleme in Franken

Punktabzug für den Club und Sylvestr für 1860? 

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Jakub Sylvestr (l.) muss den Club möglicherweise verlassen.

Nürnberg - Nach dem SV Sandhausen droht nun einem weiteren Zweitligisten  ein Punktabzug. Grund sind Finanzprobleme. Dieses Mal trifft es ein echtes bayerisches Schwergewicht.

Trainer Rene Weiler und dem FC Nürnberg stehen schwierige Zeiten bevor.

Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg droht wegen finanzieller Schwierigkeiten offenbar ein Punktabzug. Nach Informationen der Bild-Zeitung muss der Club bis Ende des Monats einen Transferüberschuss von gut 2,5 Millionen Euro erzielen, um eine Strafe zu vermeiden. Bei der Lizenzierung soll dies eine Auflage der Deutschen Fußball Liga (DFL) gewesen sein. Die Nürnberger wollen nun angeblich Spieler verkaufen. Laut Bild sind die Mittelfeldspieler Niklas Stark und Ondrej Petrak sowie Stürmer Jakub Sylvestr Kandidaten für einen Wechsel. Letztgenannter könnte somit sogar zu einem Kandidaten für die Löwen werden, denn die sind bekanntlich auf der Suche nach einem torgefährlichen Angreifer. Der Slowake erzielte bislang in 99 Zweitligaspielen für Erzgebirge Aue und den Club 32 Tore.

Der 1. FC Nürnberg hat dem Bericht der "Bild" aber mittlerweile widersprochen. Dass der Verein bis Ende des Monats einen Transferüberschuss von gut 2,5 Millionen Euro erzielen müsse, um einer Strafe zu entgehen, sei falsch, hieß es in einer Mitteilung des fränkischen Traditionsvereins. „Solche Auflagen gibt es nicht“, betonte Aufsichtsrats-Boss Thomas Grethlein auf Anfrage der Nürnberger Nachrichten.

Der 1. FCN widersprach zwar nicht der Tatsache, dass Auflagen erteilt worden seien. Diese hätten aber „weder angeordnete Spielerverkäufe bzw. die Erzielung von Transfererlösen zum Gegenstand, noch eine Größenordnung von gut 2,5 Millionen Euro“.

Sollte sich der Club bis zum Ende der Transferperiode noch von Spielern trennen, werde das möglicherweise ausschließlich sportliche Gründe haben. Und: Im Falle eines Verstoßes gegen die Auflagen drohe kein Punktabzug, sondern „ggf. eine Geldstrafe“.

SID/wi

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