Rama hat große Ziele

"1860 ist für mich ein Bundesligaverein"

Durchgecheckt: Rama beim gestrigen Laktattest. foto: ruiz

München - Bei seiner offiziellen Präsentation am Mittwoch hat sich Löwen-Neuzugang Valdet Rama ausgiebig geäußert - und von seinem neuen Arbeitgeber geschwärmt.

Man mag es kaum glauben, aber manchmal können Schmerzen auch richtig glücklich machen. „Ich habe etwas Muskelkater“, sagte Valdet Rama und lächelte dabei. „Das Training mit dem Ball macht sich bemerkbar“, erklärte der Albaner, der am Mittwoch offiziell als Löwe vorgestellt wurde.

Knapp zwei Monate war Rama bis zur Verpflichtung durch den TSV 1860 vereinslos. Nach dem Abstieg mit Real Valladolid verließ er Spanien und fand zunächst keine neue Anstellung. „Normalerweise bist du sieben Mal die Woche am Ball. Das hatte ich zuletzt nicht mehr.“

Umso glücklicher ist Rama, jetzt in München angekommen zu sein. Dass Rama in den vergangenen Wochen bei keinem Verein mittrainieren konnte, kommt den Löwen jetzt sogar irgendwie zugute: Für das Länderspiel gegen Portugal wurde der Albaner nicht berücksichtigt. „Wenn du nicht im Mannschaftstraining bist, macht das keinen Sinn“, erklärte der zehnmalige Nationalspieler.

Statt mit den Nationalelfkollegen gegen Cristiano Ronaldo anzutreten, geht es für Rama mit den neuen Mitspielern morgen in Wörgl (Österreich) gegen Nacional Asuncion aus Paraguay. Der Neuzugang brennt jedenfalls auf sein Debüt, will sich direkt in die Startelf der Löwen beißen. „Ich habe mit dem Trainer Extraschichten gemacht und auch am Dienstag trainiert, als das übrige Team frei hatte“, erzählte Rama, der von Ricardo Moniz begeistert ist: „Der Trainer war mitentscheidend, dass ich gekommen bin.“ Speziell die Trainingsmethoden von Moniz gefallen ihm „sehr, sehr gut“.

Ins 4-3-3-System von Moniz passt Rama jedenfalls perfekt – und schürt im Offensivbereich direkt neuen Konkurrenzkampf. „Zuletzt spielte ich immer links, ich kann es aber auch auf rechts und hinter den Spitzen“, so Rama. Moniz ist von seinem Neuzugang jedenfalls vollends überzeugt: „Ein aggressiver Spieler; gut im Dribbling.“

Diese Fähigkeiten fielen den Löwen 2009 schon mal auf, damals noch unter Sportdirektor Miki Stevic. Ein Wechsel zerschlug sich aber; Rama bevorzugte den Gang in die Bundesliga zu Hannover 96. Nach 16 Spielen und nur einem Tor war das Abenteuer aber schnell wieder beendet. Über den Umweg Örebro SK (Schweden) und Real Valladolid landete Rama jetzt also doch noch bei den Löwen und stellt selbstbewusst klar: „1860 ist für mich ein Bundesligaverein.“ Diesem Anspruch hechelt man in Giesing aber bereits seit über zehn Jahren hinterher.

Nino Duit

Valdet Rama: Sein erstes Training mit den Löwen

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