Patzke über den Doppel-Torschützen

Patzke: "Rama ist wirklich kein schlechter Spieler, aber ..."

München - Bernd Patzke hat sich die 1860-Partie gegen Grödig angeschaut. Danach erklärte der Ex-Löwen-Spieler, wie er Doppel-Torschütze Valdet Rama sieht.

Dreizehn Spiele in der 2. Liga hat Valdet Rama bisher für den TSV 1860 in dieser Saison bestritten, zwölfmal wurde er ausgewechselt. Am Anfang fehlte wahrscheinlich noch etwas die Kraft, gegen Ende des Jahres waren es dann stets Rückenprobleme, die einen Einsatz über eine längere Distanz nicht möglich machten. Aber eines blitzte bei dem albanischen Offensivmann, der erst im Sommer auf den letzten Drücker verpflichtet wurde, immer wieder auf: sein fußballerisches Können, sein Durchsetzungsvermögen und seine gute Schusstechnik. Auch am vergangenen Freitag, als Rama nach seiner Einwechslung zur Halbzeit mit zwei Toren den 2:1-Sieg im Testspiel gegen den SV Grödig möglich machte.

Die wichtigste Frage: Ist Rama wieder der Alte? „Ein bisschen merke ich meine Rückenbeschwerden schon noch, aber es ist schon viel besser geworden“, sagte der 27-Jährige, der nach Rubin Okotie als bester Einkauf der Löwen in dieser Saison gilt. „Diese beiden sind für die kommenden Spiele im Abstiegskampf überlebenswichtig“, befand Bernd Patzke, der als Spieler mit dem TSV 1860 Meister wurde und später auch als Trainer an der Grünwalder Straße tätig war. Patzke, der sich das Grödig-Spiel angesehen hatte, weiß aber auch: „Der Rama ist wirklich kein schlechter Spieler, aber was er jetzt unbedingt benötigt, ist Kontinuität. Es dürfen keine Verletzungen oder Beschwerden auftreten, denn so richtig in Schwung kommst du als Fußballer nur dann, wenn du auch immer spielst.“ Wobei sich der Rekord-Nationalspieler der Löwen (18 Einsätze) auch noch mehr Ideen aus dem Mittelfeld wünscht: „Dann käme Rama sicher noch besser zur Geltung, aber der Spielaufbau lässt bei uns leider noch zu wünschen übrig.“

Bilder: Löwen besiegen Grödig nach Rückstand

Bilder: Löwen besiegen Grödig nach Rückstand

Daran kann ja ab Dienstag im Trainingslager im südspanischen Málaga gearbeitet werden. Patzke mit einem Augenzwinkern: „Der Werner Lorant wohnt doch da unten ganz in der Nähe. Dann soll doch von Ahlen vormittags trainieren und der Lorant am Nachmittag…“

tz

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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