Rathaus-Antrag

SPD will mehr Plätze im Grünwalder Stadion

München - Die SPD will prüfen lassen, ob das Grünwalder Stadion mehr Zuschauer aufnehmen kann. Wir haben einen Experten gefragt, wie viele Fans dann ins Sechzgerstadion dürften.

Der Löwen-Präsident hatte eine klare Meinung. „Es geht hoid ned“, soll Karl-Heinz Wildmoser einst über eine Rückkehr der Sechzger ins Grünwalder Stadion gesagt haben. Aus. Basta. Ende der Debatte. Jetzt gehts‘s aber vielleicht doch – dann nämlich, wenn die Löwen in die dritte Liga absteigen sollten. Das Rathaus beschäftigt sich ernsthaft mit der Option. Jetzt beantragt die SPD, eine erhöhte Kapazität zu prüfen.

Derzeit dürfen nur noch 12 500 Zuschauer ins altehrwürdige Rund. Noch vor zehn Jahren waren mehr als 20 000 zu den Spielen geströmt. Die Kapazität ist vor allem dadurch beschränkt, dass weite Teile der Westkurve gesperrt sind. Jetzt will die SPD prüfen lassen, was es kosten würde, die komplette Westkurve wieder herzurichten. Außerdem soll ein Planungsfehler der jüngsten Sanierung ausgebessert werden: Die Osttribüne ist derzeit aus Sicherheitsgründen nicht für Gästefans nutzbar, weil ihr Eingang direkt neben dem zur Stehhalle liegt, wo sich die treuesten Sechzger-Fans einfinden. SPD-Stadträtin Verena Dietl sagte: „Ganze Blöcke leerstehen zu lassen, scheint uns auf Dauer keine Lösung zu sein.“ Für eine gute Stimmung sei „eine volle Belegung unentbehrlich“. Stadträtin Beatrix Zurek, die auch Verwaltungsbeirätin bei 1860 ist, sagte: „Letztlich werden die Kosten- und Sicherheitsfragen darüber entscheiden, was geht.“

Geht es nach den in Giesing aktiven Löwen-Fans, kommt es vor allem auf den politischen Willen an. Markus Drees, Vorsitzender der „Freunde des Sechzgerstadions“ sagte, es sei „mit sehr wenig Aufwand“ möglich, die Kapazität auf 18 000 Zuschauer zu erhöhen. Ob sich die Fragen konkret stellen, hängt indes vor allem davon ab, ob die Sechzger nicht in der zweiten Liga bleiben. Nach einem Punkteabzug für den Konkurrenten VfR Aalen stehen die Zeichen derzeit wieder auf Klassenerhalt. Dann würden die Profis weiter in der Allianz Arena kicken – und in Giesing die Nachwuchs- und Frauenmannschaften vor wenigen hundert

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