"Optimum" und "worst case"

So sieht es für die Löwen nach dem RB-Spiel aus, wenn ...

München - Für die Löwen ist das Spiel am Sonntag in Leipzig wegweisend. Wie stehen die Löwen nach dem Spiel im besten Fall da- und wie im schlechtesten?

Drei Siege in Folge – und jetzt? „Kommt das schwerste Spiel der Saison“, glaubt Kapitän Christopher Schindler vor der Auswärtspartie bei Tabellenführer Leipzig – und erntet prompt Widerspruch vom Trainer. „Das wird nicht das schwerste Spiel der Saison“, sagt Benno Möhlmann. „Wir bekommen es allerdings mit dem schwierigsten Gegner zu tun.“ Für den Löwencoach durchaus ein feiner Unterschied: „Weil es ein Spiel ist, in dem du nichts zu verlieren hast“, in das man allerdings nach drei Dreiern hintereinander etwas befreiter gehen kann.

Die große Chance für die Löwen? Wir haben mal das optimale Szenario nach dem kommenden Spieltag tabellarisch festgehalten, aber auch den sogenannten worst case.

Variante eins sieht folgendermaßen aus:1860 gewinnt in Leipzig, Paderborn (in St. Pauli), Bielefeld (in Nürnberg), Düsseldorf (in Sandhausen), Duisburg (gegen Union Berlin) und Frankfurt (gegen Freiburg) verlieren ihre Spiele.

Das Optimum

Verein

S – U – N

Pkt.

13. Arminia Bielefeld

5 – 14 – 7

29

14. FSV Frankfurt

7 – 7 – 12

28

15. TSV 1860

6 – 9 – 11

27

16. Fortuna Düsseldorf

6 – 6 – 14

24

17. SC Paderborn

4 – 8 – 14

20

18. MSV Duisburg

2 – 9 – 15

15

Variante zwei: 1860 verliert, alle anderen gewinnen. In diesem Fall würden die Löwen wieder auf den Relegationsplatz zurückfallen und hätten nur noch einen Punkt Vorsprung auf den vorletzten Rang, der den Abstieg bedeuten würde. Zwar hatte man sich bis vor zwei Wochen an der Grünwalder Straße schon damit abgefunden, dass es wohl nur noch darum geht, Drittletzter zu werden – nach dem jüngsten Zwischenhoch allerdings wäre die Relegation schon ein enttäuschendes Ergebnis.

Das wäre bitter

Verein

S – U – N

Pkt.

13. FSV Frankfurt

8 – 7 – 11

31

14. SV Sandhausen

9 – 6 – 11

30

15. Fortuna Düsseldorf

7 – 6 – 13

27

16. TSV 1860

5 – 9 – 12

24

17. SC Paderborn

5 – 8 – 13

23

18. MSV Duisburg

3 – 9 – 14

18

Wie sagte doch Benno Möhlmann: „Wir können inzwischen wieder behaupten, dass wir den Klassenerhalt auf normale Art und Weise packen wollen, ohne dass wir ausgelacht werden.“ Erst recht dann nicht mehr, sollten die Löwen in Leizig gewinnen und die Konkurrenz Federn lassen. Dann nämlich würde der Vorsprung auf den Relegationsplatz drei, auf den Abstiegsplatz sogar sieben Punkte betragen und der Rückstand auf Bielefeld und Frankfurt lediglich noch zwei bzw. einen Zähler. Nur, wie gewinnt man in Leipzig? Gegen eine Ausnahmetruppe, deren Transferwert knapp 40 Millionen Euro beträgt und damit um 25 Millionen höher liegt als jener des TSV 1860? Viele stichhaltige Gründe lassen sich für einen Erfolg der Löwen nicht finden. Zum einen ist für Sonntag kein Schnee in Leipzig angesagt, so wie es am Montag der Fall war, als RB im Freiburger Flockenwirbel seine technischen Fähigkeiten nicht wie gewünscht ausspielen konnte und 1:2 verlor. Zum anderen hat die Rangnick-Truppe ihre letzten fünf Heimspiele gewonnen. Die Niederlagen auf eigenem Platz gegen St. Pauli und Kaiserslautern liegen schon eine Weile zurück.

Aber wie heißt es so schön? Leicht kann jeder… Hasan Ismaik jedenfalls scheint Gefallen an den Löwen und Vertrauen in sie gefunden zu haben. Der Investor hat angekündigt, in Leipzig dabei sein zu wollen, es wäre das erste Mal bei einem Auswärtsspiel seit seinem Einstieg vor knapp fünf Jahren. Wäre. Denn sicher ist es noch nicht. Präsident Peter Cassalette: „Hasan wollte auch zum Spiel gegen Sandhausen in die Allianz Arena kommen, musste dann aber wegen eines geschäftlichen Termins absagen. Wenn er kommt, werden wir uns nach dem Spiel sicher noch zusammensetzen und einige Dinge besprechen.“ Bis Dienstag müssen schließlich die Lizenzierungsunterlagen bei der DFL abgegeben werden. Für die Zweite sowie die Dritte Liga. Im Falle eines Sieges in Leipzig könnte Letzteres bald ziemlich unwahrscheinlich werden.

#60bleibtdrin: Hier der Beweis - ganz München ist dabei

Rubriklistenbild: © dpa

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