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Übles Spiel mit Mölders-Klub: Skandal-Partie schickt Ex-Löwen wohl in den Abstieg

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Von: Moritz Bletzinger

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Sascha Mölders konnte machen, was er wollte: Auch der Sieg gegen den SSV Ulm half im Abstiegskampf nichts.
Sascha Mölders konnte machen, was er wollte: Auch der Sieg gegen den SSV Ulm half im Abstiegskampf nichts. © IMAGO/Mika Vollmann

Die „Schande von Gijon“ in der vierten Liga: Frankfurt und Elversberg stellen das Fußballspielen ein. Und besiegeln damit wohl den Abstieg von Mölders-Klub Großaspach.

München - Bitteres Wochenende für Sascha Mölders. Der ehemalige 1860-Fanliebling muss den fast sicheren Abstieg verdauen. Die SG Sonnenhof Großaspach hat keine realistische Chance mehr auf den Klassenerhalt in Regionalliga Südwest. Daran änderten auch die fünf Tore des Kultstürmers nichts.

Erheblichen Einfluss hatten hingegen der FSV Frankfurt und der SV Elversberg. Fast eine Viertelstunde lang stellten die beiden Mannschaften am Sonntag das Spiel ein. Der Hintergrund: Großaspach führte gegen den Tabellenzweiten SSV Ulm mit 3:0. Beim Stand von 1:1 war der SV Elversberg damit sicher aufgestiegen und der FSV Frankfurt hatte den Abstiegskampf gegen Großaspach mit drei Punkten und 14 Toren Vorsprung quasi gewonnen.

„Schande von Gijon“ 2.0: FSV Frankfurt und SV Elversberg entscheiden Regionalliga-Saison mit Skandal-Spiel

Es folgten Szenen, die an die WM-Gruppenphase 1982 erinnerten (beim Stand von 1:0 waren Deutschland und Österreich sicher weiter, beide Teams ließen die Uhr einfach runterlaufen). In Frankfurt kam es am Samstag nun zum ähnlich Nichtangriffspakt: Elversberg schob sich den Ball zwölf Minuten lang in der eigenen Hälfte hin und her. Der FSV Frankfurt sah sich das gemütlich an.

Der sportlicher Leiter des FSV Frankfurt, Thomas Brendel, verteidigt die Szenen: „Die Elversberger haben nicht nach vorne gespielt und wir wollten keine Balleroberung haben“, sagte er der „FAZ“, „zwei andere Mannschaften hätten es genauso gemacht. Da wäre sich jeder selbst am nächsten gewesen.“

Sascha Mölders: Abstieg mit SG Sonnenhof Großaspach nach Skandalspiel quasi besiegelt

Das die SG Sonnenhof Großaspach parallel die große Überraschung schaffe und den SSV Ulm am Ende mit 3:1 besiegte, war also nur für den SV Elversberg ein Gewinn. Das Team um Stürmer Sascha Mölders (der in dieser Partie nicht traf) hat nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

Bittere Pille für den ehemaligen Sturmtank des TSV 1860 München. Aber bei ihm persönlich wird der Frust wohl bald abklingen. Seinen Abschied von den Schwaben hatte er bereits zuvor angekündigt. Mölders wechselt zur kommenden Saison in die Bayernliga. Dort wird er spielender Co-Trainer beim TSV 1882 Landsberg. (moe)

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