Löwen-Trainer im großen Interview

Moniz: "Wir sind noch nicht komplett"

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Ricardo Moniz.

München - Er gilt als Trainer, der sein Herz auf der Zunge trägt. Im Interview spricht Ricardo Moniz klare Worte - auch über die Kaderplanung.

Herr Moniz, sind Ihre Knochen froh, dass sechs Wochen Vorbereitung ein Ende haben? Sie haben ja wie immer jede einzelne Übung mitgemacht.

Ich spüre jeden Tag meine Knochen. Trotzdem ist für mich die Vorbereitung das Schönste. Freude pur. Wenn es nach meinem Herz geht, hätte sie noch länger dauern können. Meine Philosophie ist, dass man jeden Tag trainieren muss als wäre es der letzte. Wenn ich mal nicht mehr alles mitmachen kann, höre ich sofort auf. Dann arbeite ich wieder in meinem Beruf als Physiotherapeut.

Und wie beurteilen Sie die Vorbereitung aus sportlicher Sicht?

Moniz: Es gab vier Testspielniederlagen, zuletzt aber drei Siege am Stück.

Ist Ihre Mannschaft gerüstet für den Start?

Moniz: Wir sind noch nicht komplett. Wenn du im Fußball Erfolg haben willst, muss jede Position qualitativ gut und doppelt besetzt sein.

Sie sprechen den erfahrenen Torjäger an, nach dem Sie sich sehnen ...

Moniz: Nicht nur. Aktuell können wir 4-3-3 noch nicht so spielen, wie ich es mir vorstelle.

Ist das Ihre Erkenntnis aus der Vorbereitung?

Moniz: Ja. Das ist ein Fakt. Wood ist ein Stürmer, Adlung zieht oft in die Mitte, Tomasov war stärker, als er in den letzten Minuten gegen Schwabmünchen links hinten gespielt hat. Das weiß der Verein. Aber die Jungs haben das mit ihren Mitteln fantastisch gelöst.

Welches System käme alternativ für Sie in Frage?

Moniz: Gegen Stoke haben wir ohne rechten Flügel gespielt. Alles ist möglich. 4-3-3 ist breit und hoch, und das können wir so momentan nicht spielen.

Ein Problem für Sie?

Moniz: Natürlich. Als Niederländer bin ich aufgewachsen mit diesem System. Aber die Sache hat auch einen Vorteil: So sind wir vielleicht flexibler. In Barcelona sagen sie: Das System steht über allem. Hier müssen wir daran arbeiten.

[...]

Stimmt es, dass Sie enttäuscht waren, dass nicht alle im Verein Ihren Wunschspieler für tauglich befunden haben?

Moniz: Ja, das stimmt. Aber so läuft das Profi-Geschäft in Deutschland nun mal. Auf der anderen Seite ist es meine fünfte Station als Cheftrainer. Ich muss selber kämpfen, damit wir die Qualität erhöhen.

Haben Sie eigentlich bei den anderen Transfers Mitspracherecht gehabt?

Moniz: Ich muss sagen: Der Verein hat das gut in die Wege geleitet. Bedia, Sanchez sind Spieler mit Extra-Qualität. Leonardo, Kagelmacher, Okotie haben ebenfalls ihre Qualitäten. Sie müssen zeigen, wie ihre Effizienz ist. Du kannst nicht nur Volltreffer landen.

Was Moniz zum Saisonziel und zu den Fan-Vergleichen mit Werner Lorant sagt, lesen Sie im ganzen Interview mit dem Münchner Merkur - dieses finden Sie hier auf merkur-online.de.

Interview: Uli Kellner

 

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