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Moniz schämt sich und will neue Spieler

"Man müsste den Fans ihr Geld zurückgeben"

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Ricardo Moniz.

München - Nach dem Fehlstart in der 2. Bundesliga sieht Trainer Ricardo Moniz sich und seine Mannschaft frühzeitig unter erheblichem Druck.

Nach einem klassischen Fehlstart herrscht bei den Löwen großer Katzenjammer. „Letzte Woche waren wir tot. Jetzt ist es noch schlimmer. Da schämst du dich kaputt“, sagte Ricardo Moniz, Trainer von Fußball-Zweitligist 1860 München, nach dem ernüchternden 0:3 gegen Neuling RB Lepizig in Blickpunkt Sport des Bayerischen Fernsehens mit finsterer Miene.

Anstatt den seit Jahren krisengeplagten Klub in ruhigeres Fahrwasser zu führen, ist Moniz schon nach zwei Punktspielen mit sechs Gegentoren restlos bedient. Zumal die Erwartungen bei den Sechzigern vor der Saison wieder einmal riesig waren. Von Aufstieg und Meisterschaft hatte der Niederländer offen gesprochen - und jetzt?

 „Ich weiß, wie es geht im Fußball, das spüren wir jetzt schon“, sagte der 50 Jahre alte Niederländer. Erst einmal, im Jahr 2008, sind die Münchner Löwen mit zwei Niederlagen in eine Zweitliga-Spielzeit gestartet. Moniz wandte sich gegen Panikmache: „Wir brauchen Ruhe, das ist in dieser Phase sicher sehr wichtig.“

Der neue Coach, der mit dem Ziel Meisterschaft und Aufstieg beim Münchner Traditionsverein angetreten war, setzt auf Zusammenhalt in der ersten kritischen Saisonphase. „Ich stelle mich vor die Spieler“, erklärte er. Er habe viele junge Spieler, „die viel Druck haben“. Für das 0:3 bei der Heimpremiere gegen Aufsteiger Leipzig „schämst du dich kaputt“, gestand Moniz. "Eigentlich müsstest du den Fans ihr Geld zurückgeben, so wie wir uns heute präsentiert haben."

Er würde sich weiterhin Verstärkung in der Offensive wünschen: „Jetzt müssen wir darüber nachdenken, ob wir nicht noch weitere Verstärkungen brauchen“, sagte Moniz. Man müsse „kritisch bewerten, ob wir personell gut ausgestattet sind“. Bedarf sieht er vor allem im Angriff.

Dabei hatten die Münchner schon eine Radikalkur in ihrem Kader vorgenommen. Sieben neue Spieler waren verpflichtet worden, um die hohen Ziele realisieren zu können. Bislang verpufften die Maßnahmen ohne Wirkung. Gegen Leipzig präsentierte sich der Traditionsklub, der finanziell nach wie vor am Tropf von Investor Hasan Ismaik hängt, eher wie ein Absteiger als ein potenzieller Aufstiegskandidat.

Die Gründe einer laut Moniz „peinlichen“ und „katastrophalen“ Darbietung waren schnell gefunden. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und hatten Angst vorm Ballbesitz“, kritisierte der Trainer.

Dem DFB-Pokalspiel am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) beim Drittligisten Holstein Kiel komme nun schon eine besondere Bedeutung zu, wie Moniz einräumte. Kiel sei „der Underdog, sie haben nichts zu verlieren“, bemerkte der 1860-Coach.

„Wir müssen schnell in die Spur kommen“, forderte Torwart Gabor Kiraly. Teamkollege Daniel Adlung mag nach dem „klassischen Fehlstart“ gegen Kaiserslautern und Leipzig die Ziele noch nicht revidieren. „Das hat man letztes Jahr an Paderborn gesehen, die auch am Anfang hinten drin standen und am Ende aufgestiegen sind“, sagte der Mittelfeldspieler.

dpa/sid/tz

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