Aufarbeitung der Auftaktniederlage

"Einige Sachen sind katastrophal falsch gelaufen"

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Ricardo Moniz erlebte mit seinen Löwen eine rabenschwarze 2. Halbzeit in Kaiserslautern.

Kaiserslautern - Der selbst ernannte Aufstiegsfavorit 1860 München hat gleich zum Saisonstart einen herben Dämpfer hinnehmen müssen.

Selbst Dauer-Optimist Ricardo Moniz fiel es nach dem denkwürdigen Fehlstart schwer, den Blick nach vorne zu richten. „Jetzt müssen wir den Kopf wieder frei bekommen. Heute sind wir tot, morgen stehen wir wieder auf“, sagte der Trainer von Zweitligist 1860 München nach dem bitteren 2:3 (2:0) beim 1. FC Kaiserslautern.

Die unnötige Pleite am Betzenberg nagt sehr am ehrgeizigen Löwen-Coach, der die seit Jahren krisengeplagten Sechziger zum Aufstiegsfavoriten ernannt hatte. „Das war ein Spiel, das beide Seiten so schnell nicht vergessen werden“, meinte Moniz. 2:0 hatte sein Team durch einen Doppelpack von Rubin Okotie (26. und 33.) geführt, dazu ab der 20. Minute sogar in Überzahl gespielt - FCK-Torhüter Tobias Sippel hatte die Rote Karte gesehen - doch zum erhofften Traumstart reichte es trotzdem nicht.

"Einige Sachen sind katastrophal falsch gelaufen." Wenn du einen Mann mehr hast, musst du mehr Druck machen, den Gegner vom eigenen Strafraum weghalten. Wir waren einfach nicht kompromisslos genug“, kritisierte der Niederländer Moniz den schwachen Auftritt seiner Profis nach der Pause, der mit den Gegentreffern durch Srdan Lakic (68./Foulelfmeter und 71.) und Philipp Hofmann (80.) bestraft wurde.

Anstatt die hohen Ambitionen zu untermauern, schoben die Löwen gleich am ersten Spieltag wieder reichlich Frust. Man sei „viel zu naiv“ gewesen, sagte Daniel Adlung mit finsterer Miene. Und selbst Torschütze Okotie konnte sich „überhaupt nicht freuen. Das ist schon unglaublich und unerklärlich, dass wir dieses Spiel noch mit einem Mann mehr aus der Hand gegeben haben.“ Natürlich sei der Aufstieg in die erste Liga auch weiterhin das Ziel, fügte der Österreicher an, „aber diese Niederlage müssen wir erst einmal verdauen“.

Bereits am Montagnachmittag begann beim Training die Aufarbeitung, um für die Partie am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen das ambitionierte RB Leipzig gerüstet zu sein. Bei einer weiteren Pleite wäre erste Unruhe bei den Sechzigern programmiert.

Doch soweit wollen es die Löwen nicht kommen lassen. „Jetzt müssen wir unseren Fans ein tolles Match bieten“, forderte Julian Weigl bereits.

Allerdings sieht Moniz bei den runderneuerten Münchnern noch einiges im Argen. „Wir sind hinten zu anfällig, nicht stabil genug. Wir stehen zu weit auseinander, um wirklich Druck machen zu können“, monierte er: „Da liegt noch einiges an Arbeit vor uns.“

SID

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