Keine Einigung über Abfindung / Reuter bleibt dran

Rösler: Gladbach stellt sich quer

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Klappt es mit dem Wechsel von Sascha Rösler zu den Löwen?

Die Löwen und ihre Bemühungen um einen Ersatz für Timo Gebhart – mit jedem Tag steigt der Handlungsdruck an der Grünwalder Straße.

Und Marco Kurz’ Worte sind deutlicher denn je. „Wir sind in der Verantwortung, was zu machen“, verkündete der Coach am Mittwoch, um im gleichen Atemzug hinterherzuschicken: „In der sportlichen Pflicht!“

Möglichst schon am Donnerstag soll Klarheit herrschen in Sachen Sascha Rösler. Den 31-jährigen, bei Borussia Mönchengladbach aufs Abstellgleis geratenen Offensiv-Linksfuß, wollen die Löwen am Freitagmorgen mit ins Trainingslager nach Teneriffa nehmen. Rösler ist einer Rückkehr zu seinem Ex-Klub nicht abgeneigt. Das Problem: Die Borussia stellt sich weiter quer.

Trainingsauftakt bei den Löwen

Trainingsauftakt bei den Löwen © 
Trainingsauftakt bei den Löwen: Am Samstag bat Marco Kurz zur ersten Übungseinheit des Jahres 2009... © Sampics
Der Coach durfte mit Stefan Aigner einen Neuzugang begrüßen... © Sampics
Beim Laktat-Test am Samstag fehlten Mustafa Kucukovic (Probetraining bei Grenoble), Mate Ghvinianidse (Grippe) und Benjamin Schwarz (Knieprobleme). © Sampics
Mit von der Partie: Neuzugang Stefan Aigner. © Sampics
Der Neuzugang setzt sich im Trainingsspielchen gegen Gregg Berhalter durch. © Sampics
Er kann's auch filigran. © Sampics
Mit gutem Beispiel voran: Stefan Aigner marschiert vorneweg. © Sampics
Co-Trainer Uwe Wolf gibt Anweisungen, die Spieler folgen. © Sampics
Ausdauertest bei den Löwen. © Sampics
Wer Erfolg haben will, muss leiden: Michael Hofmann mit der bei Profi-Fußballern gefürchteten Medizinball-Übung. © Sampics
Benny Lauth sprungstark. © Sampics
Markus Schroth auf dem Trainingsplatz - ein seltenes Bild in den vergangenen Monaten. © Sampics
Zweikampf: Florian Jungwirth gegen Manuel Schäffler. © Sampics
Nach dem Training: Stefan Aigner gibt bereitwillig Autogramme. © Sampics
Trainer Marco Kurz beweist Fannähe. © Sampics

„Es gibt keine Einigung zwischen Sascha und Gladbach über einen Auflösungsvertrag, von daher macht es keinen Sinn, über einen Transfer zu verhandeln“, sagte Röslers Berater Dirk Lips Mittwoch Mittag zur tz.

Der Erstliga-Letzte will dem schwäbischen Blondschopf (Vertrag bis 2010, Jahressalär ca. 650 000 Euro) keine Abfindung zahlen, eine Ablöse für Rösler können sich die klammen Löwen angesichts dessen Gehaltsvorstellungen nicht zusätzlich leisten, am Donnerstag steht der nächste (letzte?) Gesprächstermin zwischen Gladbachs Manager Max Eberl und 1860-Geschäfsführer Stefan Reuter an. Und wenn’s nichts wird mit einem Rösler-Transfer?

Dann soll es Alternativen geben. Laut tz-Infomationen verhandeln die Löwen mehrgleisig. „Wir sind nicht auf einen Spieler fokussiert“, stellte Marco Kurz am Mittwoch klar. Ein Kandidat soll Daniel Adlung (21) vom VfL Wolfsburg sein, Drittliga-Stürmer Albert Bunjaku (25) von Rot-Weiß Erfurt (18 Spiele, 9 Tore) ist hingegen kein Thema. Der Vertrag des Kosovo-Schweizers läuft im Sommer aus. „Es gibt einige Interessenten“, sagt sein Berater Karl Herzog, „aber von Sechzig hat sich bei mir noch niemand gemeldet.“

Die Löwen suchen Verstärkungen - 20 Kandidaten für Stefan Reuter

Die Löwen suchen Verstärkungen - 20 Kandidaten für Stefan Reuter © 
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Timo Gebhart (zum VfB Stuttgart) ist weg, Berkant Göktan sowieso. Mit Stefan Aigner ist erst ein Ersatzmann da. Stefan Reuter will "die Augen offen halten, um noch in der Winterpause adäquaten Ersatz für Timo Gebhart zu finden." Die Kassen sind jedoch trotz der Gebhart-Millionen leer. Wo könnte Reuter anklopfen? tz-online.de führt 20 Spieler auf, die zu den Löwen passen könnten und in der Winterpause eventuell loszueisen wären. © sampics
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Sascha Rösler (Borussia Mönchengladbach): Er wäre genau der Typ, den die Löwen brauchen: offensiv, mit Zug zum Tor und Führungsqualitäten. Wie Timo Gebhart, nur erfahrener. Die Löwen haben bereits offiziell bei Borussia Mönchengladbach angeklopft, um mit Rösler verhandeln zu dürfen. © dpa
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Addy-Waku Menga (FC Hansa Rostock): An der Ostsee wird aussortiert. Getroffen hat es den bulligen Stürmer aus dem Kongo, der zuvor beim VfL Osnabrück durch Treffsicherheit glänzte. Findet er an der Isar sein Zielwasser? © dpa
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Zafer Yelen (FC Hansa Rostock): Beim Türken zeigt die Karrierekurve ganz klar nach unten. Einst wurde er als großes Spielmachertalent gepriesen, jetzt wurde der Freistoßspezialist in der Hansestadt aussortiert und kann gehen. Aber: Laut Rostock-Manager Herbert Maronn kostet er Ablöse. Wenn die Löwen bereit sind, einen Teil der Gebhart-Millionen zu reinvestieren und hart verhandeln, könnte er sich als Schnäppchen erweisen. © dpa
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Daniel Ljuboja (VfB Stuttgart): Die Nummern der VfB-Verantwortlichen dürfte Stefan Reuter ja noch gespeichert haben. Wieso nicht noch ein Wechsel? Dafür würden vom VfB mehrere Kandidaten in Frage kommen, etwa Danijel Ljuboja, der zum wiederholten Mal aussortiert wurde. Sein Vertrag läuft noch ein halbes Jahr, er dürfte rund 1 Mio. Euro im Jahr verdienen. Zu viel für 1860, klar. Aber der VfB dürfte froh sein, sein Sorgenkind loszuwerden, sodass er vielleicht was drauflegt. © dpa
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Manuel Fischer (VfB Stuttgart): Der hoch veranlagte Nachwuchsstürmer (19) kommt beim VfB kaum zum Zug, aus dem schwäbischen Talentschuppen hat ihn sogar Julian Schieber überholt. Eine Ausleihe von beispielsweise anderthalb Jahren könnte für beide Seiten Sinn machen. © dpa
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Georges Mandjeck (VfB Stuttgart): Der 20-jährige Kameruner passt nicht ganz in das Anforderungsprofil der Löwen, ist aber Ausleihgeschäfte gewöhnt: In der Vorsaison sammelte er beim 1. FC Kaiserslautern Spielpraxis. Er ist im defensiven Mittelfeld oder auch als Außenverteidiger einsetzbar. © dpa
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Elson (VfB Stuttgart): Der kleine, technisch beschlagene, aber etwas langsame Spielmacher wurde jahrelang vom VfB immer wieder nach Südamerika verliehen. In der Hinrunde hat er sich plötzlich in die Mannschaft gespielt - und wieder raus. Die Schwaben wollen nun beobachten, wie er aus dem Winterurlaub kommt, topfit oder mit Weihnachtsspeck. Wenn er nicht überzeugt, wären die Schwaben vielleicht bereit, ihn für ein Butterbrot an die Löwen abzugeben. © dpa
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Xie Hui (SV Wehen Wiesbaden): Der 33-jährige Chinese wurde von Neu-Trainer Wolfgang Frank aussortiert. Er wäre also zu haben - in seinem Bewerbungsschreiben stehen 20 Nationalspiele, aber nach seiner Rückkehr aus der chinesischen Heimat im Januar 2008 kein einziges Zweitligator. © dpa
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Vahid Hashemian (VfL Bochum): Der "Hubschrauber" könnte im Löwen-Sturm durch die Lüfte schwirren. Bei den Westfalen wurde er zwischenzeitlich suspendiert. Er würde sich gut mit Benny Lauth ergänzen. Nachdem es bei mehreren Bundesliga-Clubs nicht geklappt hat für ihn, könnte er doch eigentlich sein Glück in der zweiten Liga suchen. © dpa
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Jochen Seitz (1899 Hoffenheim): Der 31-Jährige kam in der Hinrunde beim Herbstmeister nach langer Verletzungspause auf keinen einzigen Einsatz. Fraglich, ob sich daran in der Rückrunde etwas ändern würde. Der Ex-Hachinger kennt sich in der Münchner Gegend aus und könnte mit seiner Erfahrung den Löwen sicher weiterhelfen. © dpa
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Mourad Hdiouad (FC Augsburg): Der Vertrag des Marokkaners läuft Ende der Saison aus, seit einem halben Jahr sollen die Löwen an ihm dran sein. Geld ist für ihn zweitrangig: "Ich will kein Geld, ohne dafür zu spielen. Wenn ich Geld will, gehe ich nach Katar." Aber derzeit können ihm die Löwen nicht wirklich eine bessere Perspektive bieten als der Augsburger Lokalrivale. © dpa
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Abdelaziz Ahanfouf (SV Wehen Wiesbaden): Der Deutsch-Marokkaner wurde mal wieder aussortiert - diesmal beim SV Wehen Wiesbaden. Wie so oft konnte der Stürmer bei den Hessen sein Potenzial nicht abrufen. Aber vielleicht könnte ihm ja die Münchner Luft dabei helfen. © dpa
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Daniel Adlung (VfL Wolfsburg): Felix Magath gibt beim VW-Club das Geld weiterhin mit vollen Händen aus. Da bleibt mancher auf der Strecke, wie etwa Daniel Adlung, der erst im Sommer von Greuther Fürth nach Niedersachsen gewechselt war. "Wir werden nach dem Hinrundenschluss in Wolfsburg reden", kündigte Berater Roger Wittmann an. Vielleicht über einen Wechsel zu den Löwen? © 
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Marcel Ndjeng (Borussia Mänchengladbach): Hans Meyer hat keine Verwendung mehr für den Offensivmann. Der dribbelstarke Deutsch-Kameruner kommt allerdings zu sehr über Außen, um die Gebhart-Lücke 1:1 schließen zu können. © dpa
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Christian Timm (Karlsruher SC): Für den Offensivmann wird in Karlsruhe die Luft langsam dünner. Mit Marco Engelhardt und Giovanni Federico haben die Badener in der Winterpause zwei Spieler geholt, die zunächst gesetzt sein dürften. Flüchtet Christian Timm vor dem Abstellgleis? © dpa
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Stefan Buck (Karlsruher SC): Der Defensiv-Allrounder soll im November um seine Freigabe gebeten haben und wurde mit dem FC Augsburg in Verbindung gebracht. Oder führt ihn sein Weg ein paar Kilometer weiter? © dpa
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Thomas Broich (1. FC Köln): Der Mittelfeldspieler kommt beim Bundesligisten kaum mehr zum Zug (fünf Spiele in der Hinrunde). Der 27-Jährige, der den Spitznamen Mozart trägt, könnte künftig im Löwen-Mittelfeld den Taktstock schwingen. © dpa
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Thomas Müller (FC Bayern München): Marco Kurz soll den Stürmer vom Stadtrivalen bereits beobachtet haben. Ein Wechsel ist natürlich ausgeschlossen, aber vielleicht kommt ja eine Ausleihe in Frage. Schließlich haben die Bayern mit Landon Donovan in der Offensive aufgerüstet. © sampics
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Albert Bunjaku (Rot-Weiß Erfurt): Auch ihn sollen die Löwen-Verantwortlichen bereits im Visier haben. Der Schweizer schießt in der dritten Liga Tore am Fließband, auch im Pokal gegen den FC Bayern traf Bunjaku (verdeckt 2.v.l.). Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. Die Löwen wären für ihn durchaus eine Herausforderung. © dpa
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Imre Szabics (FC Augsburg): Der Ungar schoss in der Hinrunde zwei Tore für die Augsburger und kam auf zwölf Spiele - nicht gerade befriedigend für den Ex-Bundesliga-Spieler. Bei den Löwen soll er auf dem Wunschzettel stehen. © dpa

Quelle: tz

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