Ziereis, Maier und Co.

Rummenigge: Darum verlassen die Talente 1860

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Karl-Heinz Rummenigge (l.) mit seinem Sohn Roman auf der Wiesn 2013.

München - Meier, Ziereis und Co. - warum verliert der TSV 1860 seine Talente immer früher an die Konkurrenz? Spielerberater Roman Rummenigge hat eine Erklärung dafür.

Der Blick auf die aktuelle Taballe der 2. Liga schmerzt die Löwen-Fans trotz des 1:0-Sieges bei Arminia Bielefeld noch immer: Platz 11, nur elf Tore in 14 Spielen, mit 18 Punkten im Niemandsland der Liga. Doch eines tut noch mehr weh: Dass die Spieler, die die Löwen ziehen ließen, mit ihren neuen Klubs vor ihrem alten Arbeitgeber stehen. Sebastian Meier grüßt mit St. Pauli von Rang 5. Der vor der Saison an den 1. FC Köln abgegebene Daniel Halfar steht sogar an der Spitze. Lediglich Markus Ziereis steht mit seinem FSV Frankfurt auf Platz 13. Doch auch ihm, dem Top-Torschützen der Regionalliga-Truppe der Löwen im vergangenen Jahr, trauern die Anhänger nach. Alle drei Spieler verließen die Grünwalder Straße vor der Saison 2013/2014. Aber warum?

Spieler-Berater Roman Rummenigge, der Sohn von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, hat eine Erklärung dafür. "1860 ist nach wie vor ein guter Verein für neue Spieler", sagte der starke Mann hinter Halfar und Maier gegenüber der Bild. "Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem man diesen Talenten Flügel verleihen muss. Wenn es dann aber nicht weiter geht, muss ich im Interesse meiner Spieler handeln. Sie müssen regelmäßig spielen und auch mal einen Fehler machen dürfen, um sich weiter entwickeln zu können."

"Cool, ein roter Sponsor": Was Löwen-Fans wohl nie sagen würden

Bei Facebook ist eine Gruppe Things Löwenfans Don't Say gegründet worden. Dort sollen Fans Sätze sammeln, die einem Löwen-Fan wohl nie über die Lippen kommen würden. Wir haben eine kleine Auswahl für Sie zusammengestellt - und selbst noch erweitert." © picture alliance / dpa
"Mann, war das ne geile Saison!" © Stefan Matzke / sampics-mzv
"Ich freu mich immer, wenn die bayerischen Vereine gewinnen!" © picture alliance / dpa
"Das heißt Stadion an der Grünwalder Straße!" © MIS
"Unsere ehemaligen Talente reißen bei ihren neuen Vereinen aber auch nix." © dpa
"Löwenbräu hat zwar ein hässliches Etikett, ist aber vom Geschmack her eins der besten Biere!" © Schlaf
"Cool, der neue Trikotsponsor hat ein rotes Logo!" © dpa-mzv
"Ich finde, dass der Bezirk Schwaben auf jeden Fall einen Erstligisten braucht!" © dpa
"Solange alle im Verein weiter an einem Strang ziehen, wird's aufwärts gehen!" © M.I.S.
"Die Leistung der Bayern muss man anerkennen." © dpa
"So schlecht war Falko Götz damals auch nicht." © dpa/dpaweb
"Respekt, dass Francis Kioyo damals Verantwortung übernommen hat." © dpa
"Ist doch egal, in welchem Stadion wir spielen." © M.I.S.
"So ein Oberbürgermeister, der sich immer für uns einsetzt, ist schon Gold wert." © dpa
"International bin ich für die Bayern." © dpa
"Gestern war wieder ausverkauft." © dpa

Die Löwen verpassen also diesen Punkt seit einiger Zeit - sehr zum Leidwesen der Fans, die die Talente nur zu gern in der ersten Elf gesehen hätten. Vor allem, da die 1860-Profis phasenweise die Tugenden der jungen Wilden (Kampf, Einsatz, Siegeswille) vermissen lassen.

Übrigens: Mit Tobias Strobl (1899 Hoffenheim) und Benedikt Saller (Mainz 05) starten gerade zwei weitere ehemalige Löwen-Talente ihre Bundesliga-Karriere...

Droht mit Talent Ott der nächste Dämpfer?

fw

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