Stürmer erklärt Entscheidung für 1860

Okotie: Erfolgsgeheimnis? "Es sind mehrere Faktoren"

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Rubin Okotie.

München - Zuletzt war er Matchwinner für Österreich. Doch Stürmer Rubin Okotie sieht sich keineswegs als Held. In einem Interview spricht er zudem über seinen Lauf und die Situation bei 1860 München.

Die Lobeshymnen auf Rubin Oktotie klingen nicht ab. Für 1860 München ist er mit acht von 15 Treffern der erfolgreichste und zudem wichtigste Torschütze. Und auch für die Nationalmannschaft Österreichs avancierte der 27-Jährige zuletzt zweimal zum Matchwinner, erzielte in der EM-Quali gegen Montenegro und Russland jeweils das spielentscheidende 1:0. Doch Okotie bleibt bescheiden. "Ich habe immer betont, dass ich mich nicht als Held fühle, sondern dass die Siege eine Leistung des gesamten Teams waren", sagte er im Interview mit dem kicker. "Ich sehe mich da nicht in einer besonderen Rolle." Es komme nicht darauf an, wer die Tore erziele, sondern auf "die gute Ausgangsposition in der Quali".

Etwas anders ist die Situation bei den Löwen. Zwar rettete der Österreicher mit seinen Treffern auch den Sechzigern den einen oder anderen Zähler, allerdings steht der TSV in der Zweiten Liga nur auf Platz 15 - Abstiegs- statt Aufstiegskampf. "Wir haben grundsätzlich super Voraussetzungen, mit guten Fußballern, die alle richtig kicken können", erklärte der 27-Jährige. "Wir müssen aber das, was wir können, auch konstant auf dem Feld abrufen. Wir brauchen einfach mal zwei, drei Siege in Serie, dann kommen wir ganz automatisch in einen positiven Lauf". Und der Fokus müsse dabei ganz klar auf die aktuelle Situation gerichtet werden: "Im Moment stecken wir im Abstiegskampf, da verbietet es sich, von anderen Dingen zu reden. Wir brauchen jetzt Punkte, um da hinten rauszukommen."

Okotie erklärt Beweggründe für Wechsel zu 1860

Dennoch ist Okotie davon überzeugt, dass die Löwen früher oder später um den Aufstieg spielen. "Der Grund, warum ich gekommen bin, war eben, bei diesem Projekt mitzumachen", erklärte der Stürmer. "Der Verein hat das Potenzial, um in die Bundesliga aufzusteigen." Genau das sei auch im Sommer einer seiner Beweggründe gewesen, um von Austria Wien zu Sechzig zu wechseln: "1860 ist für mich kein normaler Zweitligist. Es ist ein spezieller, toller Verein mit viel Tradition, super Fans und einem enormen Potenzial, das ist einfach ein Argument." Auch Sportdirektor Gerhard Poschner haben seinen Teil dazu beigetragen. "Er hat mit das Gefühl gegeben", erklärte Okotie, "dass der Verein mich unbedingt will und, dass es der richtige Schritt für mich ist."

Das war er in der Tat. Okotie gehört zu den Leistungsträgern im Team von Trainer Markus von Ahlen. Ein Erfolgsgeheimnis? Gibt es nicht. "Es sind mehrere Faktoren, die zusammenkommen", sagte er: "Ich bin gesund, spiele regelmäßig, habe Selbstvertrauen und den Willen, mich täglich zu verbessern."

Womöglich so sehr, dass es für die Torjäger-Kanone reicht? Derzeit hat in der Zweiten Liga nur Bochums Simon Terodde (9) einmal mehr getroffen als Okotie. Der bislang letzte Torschützenkönig der Löwen traut dem Österreicher jedenfalls einiges zu. "Je mehr Treffer er erzielt, desto besser für den Verein", sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler. "Von mir aus darf er 85 Tore machen. Ich würde es ihm gönnen." Völler holte sich die "Kanone" für 1860 in der Zweitliga-Saison 1981/82 mit beachtlichen 37 Toren.

mg

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