Ösis sind die Matchwinner für die Löwen

Okotie: "Ich bleibe mindestens bis zum Sommer"

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Rubin Okotie.

München - Michael Liendl und Rubin Okotie waren die Matchwinner für die Löwen beim Sieg gegen St. Pauli. Während der eine jetzt richtig angekommen zu sein scheint, sagt der andere, er möchte bleiben.

Dass Österreich inzwischen fast zu einer Fußball-Weltmacht aufgestiegen ist – man denke nur an die grandiose EM-Qualifikation – durften jetzt auch die Fans des TSV 1860 voller Entzücken zur Kenntnis nehmen. Denn den 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli haben zwei Nationalspieler aus der Alpenrepublik quasi im Alleingang besorgt: Michael Liendl schoss das 1:0 und Rubin Okotie machte kurz darauf den ­Deckel drauf. Ein Tor schöner als das andere. Und soo wichtig. Es war das dritte Zweitligaspiel hintereinander ohne Gegentor, das vierte Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage – und einen Abstiegsplatz hat man auch verlassen.

Für Michael Liendl war es das erste Zweitligator im Trikot der Löwen, dementsprechend ausgelassen feierte er den Treffer vor der Fankurve. „Ich freue mich natürlich, dass es so ein schönes Tor war“, sagte der 30-Jährige, „aber vor allem war es ein wichtiger Treffer.“ Der Österreicher ist endgültig angekommen beim TSV 1860, nachdem er mit einigen Anfangsschwierigkeiten im Spätsommer zu kämpfen hatte. „Das war keine einfache Situation“, blickt Liendl zurück, als er bei Torsten Fröhling einige Male auf der Bank saß. „Aber jetzt spüre ich zu hundert Prozent das Vertrauen des Trainers.“ Der inzwischen Benno Möhlmann heißt und unter dem sich doch so etwas wie eine Wende zum Positiven zu entwickeln scheint. Bis auf die erste Viertelstunde, in der die Hamburger zwei große Chancen durch Sobota und Thy vergaben, war Möhlmann mit der Darbietung seiner Mannschaft auch sehr zufrieden: „Man darf ja schließlich nicht vergessen, dass wir gegen eine Topmannschaft gespielt haben.“ St. Pauli war immerhin als Tabellenzweiter in der Allianz Arena erschienen. Möhlmann: „Ich hoffe, dass uns dieser Sieg vor allem weiterhilft, was das Selbstvertrauen betrifft.“

Das hatte Rubin Okotie bereits am Samstag bewiesen. Als er nämlich aus 18 Metern abzog und die Kugel in den Winkel jagte. Beim anschließenden Jubel ging bei ihm dann eine Kontaktlinse flöten. Okotie suchte und suchte, fand sie aber nicht mehr. „Ohne Linse sehe ich auf dem linken Auge nur zu 20 Prozent“, verriet er hinterher und stellte in Sachen Abwanderungsgedanken noch was klar: „Ich habe bei 1860 Vertrag bis Sommer 2016, und solange bleibe ich mindestens hier.“

Benno Möhlmann hatte zum Abschluss noch was in Sachen österreichische Fußballer mitzuteilen: „Das sind mittlerweile ganz ordentliche Spieler. Zu meiner aktiven Zeit war das noch nicht so. Inzwischen aber kann man sie ganz gut gebrauchen…“

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