Stürmer im tz-Interview

Okotie: "Fühle mich bereit, anzugreifen"

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In der Vorbereitung ist Schuften angesagt für Rubin Okotie.

München - Die tz spricht mit Löwen-Stürmer Rubin Okotie über eine Saison, in der er mit allen Höhen und Tiefen konfrontiert wurde.

Der Mann lebte zuletzt fußballerisch zwischen zwei Welten. Eine Rückrunde beim TSV 1860, die für ihn persönlich trotz des guten Ausgangs und aller Emotionen in der Relegation eigentlich zum Vergessen war, und auf der anderen Seite die Glücksgefühle bei der österreichischen Nationalmannschaft, mit der er im Juni durch den Sieg in Russland die Tür zur EM weit aufstieß. 

Rubin, Sie wurden zuletzt als mürrisch und schlecht gelaunt beschrieben. Ist dem so?

Okotie: Nein, ich war nicht stinkig. Natürlich habe ich bei 1860 eine Sch...Rückrunde hinter mir, aber das ist abgehakt und vergessen.

So einfach?

Okotie: Ja, ich weiß schließlich, warum das so war. Ich bin längere Zeit verletzt ausgefallen, dann kommst du zurück, in der Mannschaft läuft’s nicht, bei mir selbst auch nicht, ich schieße keine Tore mehr – so kommt dann alles zusammen.

Sie haben am Ende des alten Jahres trotz Ihrer Knieverletzung bis zur Winterpause weitergespielt. Eine falsche Entscheidung, obwohl Sie ja auch in dieser Phase noch getroffen haben?

Okotie: Im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen, ich hätte nach dem Spiel bei Union Berlin, in dem ich mich damals verletzt habe, eine Pause eingelegt und mich auskuriert. Dann wäre ich in der Rückrunde sicher fit gewesen. Aber ich wollte mich halt irgendwie in die Winterpause retten.

Und jetzt sind Sie wieder ganz fit.

Okotie: Ja. Ich fühle mich wieder bereit, anzugreifen.

So wie in der vergangenen Vorrunde, als Sie zwölf Treffer erzielten?

Harte Zeiten für Okotie und ­Felix Weber im Training.

Okotie: Ich glaube schon. Damals war ich hundertprozentig fit, und dann machst du dir auch gar keine Sorgen und Gedanken. In der Rückrunde war es anders.

Sie bekamen dann auch viele schlechte Noten in den Zeitungen, wie sehr hat Sie das geärgert?

Okotie: Ach, da bin ich nicht böse. In solchen Phasen hörst du sowieso irgendwann auf, die Sachen über dich zu lesen. Ich habe das Ganze als wichtige Erfahrung abgeheftet.

Schöne Erfahrungen machen Sie seit einem Jahr bei der österreichischen Nationalmannschaft, die EM-Teilnahme ist Euch kaum noch zu nehmen, oder?

Okotie: Es wäre ein Traum, wenn wir Österreicher bei der EM dabei wären. Und es sieht ganz gut aus. Im ganzen Land herrscht eine extreme Euphorie.

Und Teamchef Marcel Koller hat auch in Ihrer schwierigen Zeit auf Sie zurückgegriffen.

Okotie: Er wusste ja genau, wie er mich nach der Verletzung einzuordnen hatte. Und er hat mir immer das Vertrauen geschenkt.

Der TSV 1860 hat jetzt mit Rodnei einen Innenverteidiger verpflichtet, den Sie eigentlich gut kennen müssten. Was halten Sie von ihm?

Okotie: Als ich bei Sturm Graz spielte, war er in den Spielen gegen Salzburg mein direkter Gegner. Rodnei ist körperlich sehr stark, hat einen guten linken Fuß und ist auch ein spielstarker Mann. 

tz

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