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Zwei nimmt er explizit in Schutz

Rundumschlag! Mölders attackiert 1860-Bosse und Mitspieler

TSV 1860 München - Eintracht Braunschweig
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Hat nach dem Abstieg nicht nur mit physischem Schmerz zu kämpfen: Löwen-Stürmer Sascha Mölders.

Der TSV 1860 München spielt in der kommenden Saison in der Dritten Liga. Fans und Spieler sind fassungslos. Emotionale Worte gefunden hat nun Löwen-Stürmer Sascha Mölders.

Einen Tag nach dem Abstieg des TSV 1860 München in die Dritte Liga herrscht bei vielen Löwen-Fans nach wie vor Fassungslosigkeit. Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Wer ist Schuld an dem tiefen Fall des Traditionsvereins? Fragen wie diese geistern durch die Köpfe der konsternierten 1860-Anhänger. Doch nicht nur den Fans, nein, auch so manchem Profi geht die Niederlage gegen den SSV Jahn Regensburg offenbar sehr nah. So meldete sich Sascha Mölders am Mittwochmittag mit einem emotionalen Post auf seiner Facebook-Seite zu Wort.

Harsche Kritik an der Vereinsführung

„Ich kann es nicht in Worte fassen, was da gerade passiert (ist)“, schreibt der 32-Jährige. Für ihn ist klar: „Wir haben es verkackt.“ In seiner öffentlichen Mitteilung holt der Stürmer zudem zum Rundumschlag aus. Besonders hart attackiert er das Verhalten der Vereinsführung nach dem bitteren Relegations-Aus. „Ich finde es traurig, dass diejenigen, die uns die ganzen Wochen diesen Weg vorgegeben haben, plötzlich alle verschwunden sind“, schreibt Mölders und bezieht sich damit vermutlich auf die überraschenden Rücktritte von Geschäftsführer Ian Ayre und Präsident Peter Cassalette. Man habe keinen Ansprechpartner mehr gehabt, führt er weiter aus. Mehr als ein kurzes „Tschüss und alles Gute“ habe es von Seiten der Vereinsbosse nicht gegeben. Für Mölders ein Unding. So etwas habe er „noch nie erlebt“. Dass aber vor dem entscheidenden Rückspiel gegen Regensburg ein Post von Mitspieler Abdoulaye Ba, in dem der Verteidiger davon spricht, nächstes Jahr einen Angriff auf die Bundesliga zu starten, auf der offiziellen Facebook-Seite von 1860 geteilt wurde, sei für Mölders bezeichnend.

Unkommentiert lässt Mölders, der in 38 Pflichtspielen (sieben Tore, fünf Vorlagen) für die Münchner Löwen auf dem Platz stand, auch die Fan-Ausschreitungen gegen Ende der Partie nicht. „Ich kann jeden verstehen, der uns beschimpft, bespuckt oder sonst was“, beteuert der kampfstarke Angreifer. „Ich bin auch Fußballfan und stand früher auch in der Kurve und habe die Spieler beschimpft, wenn sie so eine Scheiße gespielt haben wie wir zur Zeit.“ Welch großen Einsatz die Löwen-Fans für ihre Mannschaft dafür Woche für Woche zeigen, ist Mölders durchaus bewusst. „Die opfern Ihre Zeit und ihr Geld und geben das Letzte Hemd für den Verein.“ Ob dies auch jeder seiner Mitspieler von sich behaupten könne, zieht er zumindest in Zweifel. „Ich bin mir nicht sicher ob jeder das letzte Hemd zurück gegeben hat.“

Mölders nimmt Mitspieler in Schutz

Bei aller Kritik nimmt Mölders jedoch auch den einen oder anderen seiner Weggefährten in den Schutz. Explizit Stefan Aigner und Maximilian Wittek. Für Spieler, wie die beiden es sind, tue es ihm „noch mehr leid“. Deren ganzes Herz hänge „seit zig Jahren“ an dem Verein. „Sie sind hier tief verwurzelt und müssen sich damit den Rest des Lebens auseinandersetzen, dass wir es nicht geschafft haben, ihren Verein zu retten.“ Ebenso zeigt er großes Mitgefühl mit der Situation von Löwen-Urgestein Daniel Bierofka. „Er leidet sicher am meisten.“ Dass auch dem Trainer der U23-Mannschaft im Rahmen der Randale von Seiten der Fans Sitzschalten entgegengeworfen wurden, kann Mölders nicht nachvollziehen. Denn: „Er ist der Allerletzte, der etwas dafür kann.“

Seine eigenen Tage in Giesing sind offenbar gezählt. Mölders spricht in seinem Post offen von Abschied. „Niemand weiß wie es hier weiter geht. Fakt ist, ich habe keinen Vertrag mehr bei 1860 München und möchte mich deswegen von Euch verabschieden und Danke sagen für die eineinhalb Jahre, in denen ich größtenteils wahnsinnig unterstützt wurde.“ Mit seinem vermutlichen Weggang von 1860 München ist Mölders nicht allein. Kai Bülow hat bereits einen neuen Verein gefunden. Viele weitere Spieler dürften folgen.

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