Entscheidung vor der Pause

Premiere für den Pechvogel: Seuchen-Löwe Linsbichler trifft doppelt im Totopokal

Jubel: Feierte in Bayreuth seine ersten Pflichtspieltore im Trikot des TSV 1860 – Tim Linsbichler.
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Jubel: Feierte in Bayreuth seine ersten Pflichtspieltore im Trikot des TSV 1860 – Tim Linsbichler.

Der TSV 1860 tut sich im Totopokal gegen Bayreuth nicht immer leicht. Der lange verletzte Linsbichler sorgt per Doppelpack aber für die frühe Entscheidung.

Bayreuth – Michael Köllner verzichtete auf einen Jubelsprung. Das 3:0 (3:0) des TSV 1860 gestern Abend im Totopokal beim BSC Saas Bayreuth war für den lädierten Löwen-Trainer auch ohne verletzungsträchtige Emotionen zu bewältigen.

Durch den Sieg gegen den oberfränkischen Siebtligisten zogen die Sechziger nach anfänglichen Problemen souverän ins Achtelfinale des Landespokals ein. Nach Türkgücü München schaffte mit den Würzburger Kickers durch ein 3:1 in Großbardorf auch der dritte bayerische Drittligist den Sprung unter die letzten 16. Ausgelost wird das Achtelfinale am 26. August. Köllners Fazit: „Unser Ziel war es, weiterzukommen. In der Halbzeit war das Spiel durch. Trotzdem Kompliment an Saas für ein engagiertes Spiel.“

Saas Bayreuth gegen TSV 1860: Rot-Sünder Deichmann darf im Totopokal ran

Für Kevin Goden durfte Yannick Deichmann auf seiner angestammten Position halbrechts offensiv ran; der Zugang aus Lübeck wird am Samstag in Lautern gelb-rot-gesperrt fehlen.

Die 2.800 Zuschauer sahen vom Anpfiff weg dominante Löwen, die dem Bezirksligisten früh den Euphorie-Stecker ziehen wollten. Ein Plan, der mangels Präzision erst in der 28. Minute aufging, als Lorenz Knöferl die Kugel auf Vorlage von Marco Mannhardt flach ins rechte Eck schoss. Die beste Chance bis dahin hatte sich den Gastgebern geboten. Kapitän Hannes Greef scheiterte mit einem Freistoß an Tom Kretzschmar (8.).

Tim Linsbichler arbeitet am Comeback - nach Seuchenjahr mit Covid und Schambeinentzündung

Für die Entscheidung sorgte vor der Pause Tim Linsbichler. Der 21-jährige Österreicher, nach einem Seuchenjahr mit Covid und Schambeinentzündung langsam im Kommen, ließ seinem blauen Premierentreffer per Kopf (43.) zwei Minuten später mit einem Flachschuss das 3:0 folgen. Zwei Tore, die dem 2020er-Zugang von Hoffenheim II weiteren Auftrieb geben sollten. Bei seiner Auswechslung in der 62. Minute für Johann Djayo erntete Linsbichler Sonderapplaus von den mitgereisten Löwenfans. Kommentar: „Mich freut’s sehr, dass ich zwei Tore schießen konnte.“

Köllner hadert mit Mannhardt-Platzverweis: „Müssen uns nochmal anschauen, ob es wirklich Rot war“

Kontrapunkt: Die rote Karte gegen Mannhardt, der nach einer Kollision mit seinem Gegenspieler acht Minuten vor Schluss vom Feld musste. Köllner: „Schade für Marco, das müssen wir uns nochmal anschauen, ob es wirklich Rot war.“ Gemäß der Videobilder bei Löwen-TV: auf keinen Fall. (lk)

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