Muss Fröhling leiden oder darf er lachen?

Vor Saisonstart: Viel spricht gegen, wenig für Sechzig

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Leidend oder lachend – wie sieht Torsten Fröhling am Sonntag aus?

München - Die Löwen spielen ab Sonntag wieder um Punkte. Euphorie? Fehlanzeige. Was spricht nun also für, was gegen den TSV 1860 in der anstehenden Spielzeit?

Die Löwen spielen ab Sonntag wieder um Punkte. Den einen mag’s bei diesem Gedanken eiskalt den Buckel runterlaufen, blaue Optimisten werden dagegen zumindest sagen: „Na ja, dann schauma moi.“ Euphorie? Fehlanzeige. Die verbietet sich ja auch von selbst, angesichts dessen, was nach der haarscharfen Rettung in der Relegation den Fans an Versäumnissen und Unfähigkeiten in aller Öffentlichkeit zugemutet wurde. Was spricht nun also für, was gegen die Löwen?

Einkaufspolitik: Bisher ein Desaster. Zwei Ergänzungsspieler (Degenek, Lacazette) und ein erfahrener Profi, der noch nicht wettkampfbereit ist (Rodnei). Verstärkt wurde das Team von Trainer Torsten Fröhling nicht.

Führungsarbeit: Sigi Schneider arbeitet gerade seine zweite Periode als Interimspräsident ab, ein neuer Klub-Chef ist noch nicht in Sicht. Gerhard Poschner wurde als Geschäftsführer Sport zum Sportdirektor degradiert, Markus Rejek und Noor Basha als Geschäftsführer präsentiert, die, so hieß es in einer Pressemitteilung der Löwen-Gesellschafter vom 10. Juli, „gemeinsam den Bereich Sport verantworten“. Dumm nur, dass beide von dieser Aufgabe vorher nicht unterrichtet wurden und das Wort „Sport“ im Selbstverständnis ihrer Kompetenz nicht vorkommt. Da trifft es sich doch gut, dass „Poschi“, der Mann mit der dreimonatigen Probezeit, noch im Haus sitzt. Der aber – wen wundert’s? – erweckt seit zwei Wochen einen eher bockigen Eindruck, pflegt offenbar mehr Kontakt zu seinem Anwalt (Vertrag ist Vertrag) als zu Spielervermittlern. Ansonsten macht er sich einen Spaß daraus, auf Fragen Antworten wie folgende zu geben. „Ich bin nicht der Fußballexperte, da müssen Sie andere fragen.“ Um das noch mal klarzustellen: Wir sprechen hier von einem Profiverein.

Desinteresse der Fans: 8000 Dauerkarten wurden bisher verkauft, teilte der Verein dem Kicker mit, und der Verkauf der teuren Business Seats soll weiter rückläufig sein.

Was bleibt an Hoffnung? Eigentlich wenig.

Das Jetzt-erst-recht-Gefühl: Immer häufiger wurde zuletzt zur Sprache gebracht, dass die Mannschaft auf Grund des Abstiegskampfes und der Beseitigung etlicher Störenfriede zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen sei. Vielleicht gibt es deshalb kaum Neuzugänge, um dieses empfindliche Gebilde nicht zu zerstören…

Die Erinnerung an vergangene Zeiten: Im Sommer 1976 stand der TSV 1860 vor einer ähnlichen Situation wie jetzt. Man hatte sich von teuren Stars getrennt, nur ein paar unbekannte billige Spieler für den erwarteten Abstiegskampf verpflichtet – und am Ende der Saison fand man sich in der ersten Bundesliga wieder. Na ja…

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