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„Mölders so zu rasieren, fand ich nicht korrekt“: Ex-Löwe Helmbrecht sauer auf 1860 - Ziereis baff

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Von: Alexander Nikel

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Nico Helmbrecht und Markus Ziereis (von links) äußern sich zu den Vorfällen rund um Sascha Mölders.
Nico Helmbrecht und Markus Ziereis (von links) äußern sich zu den Vorfällen rund um Sascha Mölders. © MIS

Sascha Mölders darf vorerst nicht mehr am Trainings- und Spielbetrieb des TSV 1860 München teilnehmen. Ex-Mitspieler Markus Ziereis und Nico Helmbrecht äußern sich dazu.

München - Knapp 24 Stunden sind seit dem großen Knall beim TSV 1860 München vergangen. Nicht nur die Fans der Löwen, sondern auch ehemalige Mitspieler von Sascha Mölders haben ihr Unverständnis über den Ausschluss des Kapitäns vom Trainings- und Spielbetrieb zum Ausdruck gebracht. Sportchef Günther Gorenzel hat inzwischen versucht, die Lage zu entschärfen. Wir haben bei ehemaligen Weggefährten des Bombers von Giesing nachgefragt, was sie zur Degradierung des Sturmtanks sagen.

Markus Ziereis wechselte im Sommer 2017 zu den Löwen und bestritt bis 2020 insgesamt 65 Spiele für die Profis in der Regionalliga Bayern, 3. Liga und dem DFB-Pokal. Der 29-Jährige spielt derzeit für Regionalliga-Tabellenführer SpVgg Bayreuth. Davon, dass Mölders vorerst nicht mehr am Trainings- und Spielbetrieb der Löwen teilnehmen darf, habe er aus der Presse erfahren. Dementsprechend könne er nur wenig zu den Vorfällen sagen. Allerdings kam für ihn die Reaktion der Verantwortlichen der Löwen wie für viele „überraschend. Irgendetwas muss vorgefallen sein, sonst suspendierst du ja keinen Spieler. Aber solange man keine Details weiß, ist es schwer dazu was zu sagen“, so Ziereis gegenüber Fussball Vorort. „Als ehemaliger Mitspieler kann ich auch nur sagen, dass er sehr emotional ist und dieser Emotionalität auch mal freien Lauf lässt“, äußert sich Ziereis zur Person Mölders.

Nico Helmbrecht: „Es ist nicht ein Spieler dafür ausschlaggebend dafür, dass es nicht läuft“.

Nicholas Helmbrecht spielte zwischen 2015 und 2019 für den TSV 1860. In der Aufstiegssaison 2017/18 absolvierte der 26-Jährige 19 Spiele in der Regionalliga Bayern, vier Partien im Totopokal und ein Spiel im DFB-Pokal. In der 2. Bundesliga saß der Flügelspieler einmal auf der Bank. Inzwischen läuft Helmbrecht für den SV Wacker Burghausen in der Regionalliga Bayern auf, ist den Löwen aber immer noch stark verbunden. Wie die meisten hat auch er die Nachrichten rund um Sascha Mölders über Instagram mitbekommen: „Ich war dann doch schon etwas sprachlos und habe den Beitrag auch kommentiert.“ Den Hauptschuldigen sieht Helmbrecht, wie unter anderem auch Ex-Löwe Aaron Berzel, indes nicht bei Mölders: „Ich sehe das ähnlich wie Aaron, was die Führungsebene betrifft. Ich hatte da auch die eine oder andere Auseinandersetzung, die besser hätte gelöst werden können, natürlich auch von meiner Seite, aber ich war damals auch noch ein bisschen jünger. Ich denke, Sechzig sendet damit ein falsches Signal“, sagt der 26-Jährige zur Entscheidung der Löwen.

Mobbing, das Mölders unter anderem vorgeworfen wird, kann sich Helmbrecht, für den der beste Löwen-Torjäger der letzten Jahre immer eine wichtige Bezugsperson war, nicht vorstellen: „Ich hab ihn ja sogar noch zu Zweitligazeiten erlebt. In einer Fußballmannschaft ist es normal, beziehungsweise, ich kenne es nicht anders, dass da mal der eine oder andere Witz auf Kosten eines jüngeren Spielers fällt. Aber da war nie etwas dabei, wo ich sagen würde, dass das eine Grenze überschritten hat.“ Besonders aus sportlicher Sicht kann Helmbrecht die Entscheidung der Führungsriege der Löwen „nicht nachvollziehen, vor allem, da er in den letzten Jahren auch die Identifikationsfigur von Sechzig war. Ihn so zu rasieren, fand ich nicht korrekt. Vor allem hat er den ganzen Hype wieder ausgelöst mit Aufstieg in die 2. Bundesliga, weil er letzte Saison so eine überragende Saison gespielt hat. Ich glaube nicht, dass ein Spieler dafür ausschlaggebend dafür ist, dass es zur Zeit nicht läuft. Es sind viele kleine Faktoren und ihn dafür jetzt verantwortlich zu machen, finde ich nicht richtig“. (Alexander Nikel)

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