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Die Mölders-Bombe: TSV 1860 rasiert seinen Kapitän – Neue Details im Löwen-Zoff

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Von: Ludwig Krammer, Uli Kellner

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Die Suspendierung von Sascha Mölders beim TSV 1860 München schlägt hohe Wellen. Trainer und Klub werden verbal attackiert. Was steckt hinter der aktuellen Situation?

München – Ein ernstes Gespräch. Eine Nacht drüber schlafen. Dienstag (7. Dezember) dann die Öffentlichkeit informieren. So hatten die Löwen sich vorgestellt, eine der heikelsten Personalentscheidungen der jüngeren Vergangenheit zu moderieren. Doch nachdem die Gerüchte über eine Suspendierung von Sascha Mölders im Laufe des Montags (6. Dezember) stündlich weitere Kreise zogen, blieb dem TSV 1860 am Ende nichts anderes mehr übrig, als die Bombe schon am späten Nachmittag detonieren zu lassen.

„Aus einer fortlaufenden Analyse der Entwicklung der vergangenen Wochen hat die sportliche Leitung in Abstimmung mit beiden Gesellschaftern entschieden, dass Sascha Mölders bis auf Weiteres nicht im Kader des TSV 1860 München stehen wird“, hieß es in der so knapp wie möglich formulierten Pressemitteilung. Der Kapitän soll mit einem Individualtrainer wieder in Form gebracht werden. Die Spiele gegen Borussia Dortmund II und die Würzburger Kickers werden ohne den 36-Jährigen stattfinden.

Die ganze Wahrheit? Mölders reagierte, noch bevor die Pressemitteilung veröffentlicht war. Bei Instagram schrieb er: „Heute war ich am Trainingsgelände und mir wurde mitgeteilt, dass ich nicht mehr zum Training erscheinen soll bzw. individuell trainieren soll, weil der Trainer es so wünscht. Als Kapitän wünsche ich der Mannschaft nur das Beste. Ich bin schockiert.“

TSV 1860 München: Mobbing-Gerüchte um Mölders – auch Nebenjobs sorgten wohl für Ärger

Ob Mölders hinwirft und seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag vorzeitig auflösen lässt? Wie aus Vereinskreisen verlautete, besteht die Hoffnung auf eine gedeihliche Lösung nach wie vor. Allerdings sollen der raue Umgangston des Kapitäns gegenüber den Mannschaftskollegen und dem Trainerteam über die letzten Monate ein unerträgliches Maß angenommen haben. Aus informierten Kreisen ist von einem völlig vergifteten Klima, ja sogar von Mobbing die Rede. Was den Vorgesetzten ebenfalls ein Dorn im Auge war: Mölders‘ Nebentätigkeiten als DAZN-Experte und Kicker-Kolumnist.

Eine Veränderung gibt es auch im Trainerteam. Sie lässt tief blicken. Oliver Beer soll sich ab sofort „seiner persönlichen Fortbildung widmen“, den Übergangsbereich zu den Profis leiten „und mit dem Fußballlehrer den nächsten Baustein seiner Trainerausbildung absolvieren“, hieß es in der Mitteilung. Auch hier vermutlich nicht die ganze Wahrheit. Köllners Verhältnis zum Co-Trainer gilt als belastet. Dass Beers Versetzung im Verbund mit der Mölders-Suspendierung vorgenommen wurde, legt den Verdacht einer Verbindung nahe.

TSV 1860 München: Ex-Mitspieler reagieren auf Mölders-Suspendierung

Die ersten Reaktionen auf den Mölders-Hammer ließen nicht lange auf sich warten. Nach einem Instagram-Kommentar seines früheren FCA-Mitspielers Caiuby („Bleib stark, Tormaschine!“) meldete sich Aaron Berzel über das gleiche Netzwerk zu Wort. Berzel, damals ein dicker Spezl des 1860-Kapitäns, schrieb: „Der Fisch stinkt bekanntlich immer vom Kopf. Da sollten eher andere Leute den Hut nehmen und gehen. Du bist 60.“

Beistand für die „Wampe von Giesing“ gab’s auch von Ballermann-Sänger Matthias Distel alias Ikke Hüftgold: „Dafür gibt’s den doppelten Mittelfinger von mir für den Lappen von Trainer.“ Mölders das Bauernopfer? Für‘s Erste dürfte sich der Shitstorm gegen den Verein richten.

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