Junglöwen-Coach will ins Mittelfeld

Schellenberg: "Jetzt kommen die Spiele"

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Wolfgang Schellenberg ist vor der Partie gegen Wolfratshausen optimistisch. F: Leifer

Die Überraschung war ausgeblieben am Mittwochabend. Leidenschaftlich hatte sich die U21 des TSV 1860 in der Schlussphase gegen die 0:2- Heimniederlage gegen Bayernliga-Tabellenführer SV Pullach gestemmt. Jetzt geht es im Kellerduell gegen Wolfratshausen. 

Was Wolfgang Schellenbergs Junglöwen aber auch unternahmen, der Ball wollte seinen Weg partout nicht in das Pullacher Tor finden. Nach dem frühen Doppelschlag von Ex-Löwe Christoph Dinkelbach (9., 29.) hatte Frank Schmöllers Meisterelf vergessen, den Sack zuzumachen, und war am Schluss an ihre körperlichen Grenzen gestoßen, wie auch der 50-jährige SVP-Coach einräumte: „Einigen ging hinten raus die Luft aus.“

Kritik jedoch wollte Schmöller keinesfalls üben, schließlich verbuchte sein Team mit dem Erfolg an der Grünwalder Straße den fünften Sieg in Folge, blieb dabei erstmals seit Mitte August wieder ohne Gegentor und verteidigte die Tabellenführung. „Auch für uns“, so Schmöller, sei es „überraschend, wie gut es läuft“. Nach der Meisterschaft in der Vorsaison, die wegen der beengten Platzverhältnisse in Pullach aber nicht zum Regionalliga-Aufstieg führte, hatten viele damit gerechnet, dass der SVP vor einer beschwerlichen Saison stehe. Bislang aber belehrt die Schmöller-Elf, die erst ein Spiel verlor (1:2 bei Schwaben Augsburg), alle Zweifler eines Besseren, wozu auch der „hohe Konkurrenzdruck“ in seinem Kader beiträgt, wie der SVP-Coach erläutert. 

Die Junglöwen dagegen empfangen am Sonntag (16 Uhr) den BCF Wolfratshausen zum Kellerduell. „Jetzt kommen die Spiele“, wollte Schellenberg der Pleite gegen den Spitzenreiter nicht lange nachtrauern, „in denen wir uns ins Mittelfeld absetzen wollen“. Aktuell belegt der 1860-Nachwuchs Relegationsplatz 14, der 45-jährige Nachwuchsleiter „wusste aber, dass es schwierig wird“, weshalb er sich „mit der bisherigen Punktausbeute zufrieden“ zeigt. Sein junges Team, hofft Schellenberg, könne auch aus der Niederlage am Mittwoch lernen: „Pullach hat uns gezeigt, wie Männerfußball funktioniert und wie wichtig Kaltschnäuzigkeit ist.“

Quelle: fussball-vorort.de

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