Zu schlecht für 1860 - jetzt Fußballer des Jahres

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Sasa Ognenovski (Mitte) ist Asiens Fußballer des Jahres

München - So kann's gehen: Vor einem Jahr konnte Sasa Ognenovski den TSV 1860 nicht überzeugen, jetzt ist der Australier ein Superstar und zum Fußballer des Jahres gewählt worden.

Sasa Ognenovski hat es geschafft - aber nicht bei den Löwen. Im November 2009 war der Australier mit den mazedonischen Wurzeln im Probetraining des TSV 1860 zu Gast. Sein Berater, Ex-Löwe Paul Agostino, schwärmte damals in höchsten Tönen von dem bulligen Abwehrmann (1,92 m / 91 kg): „Ich habe mit Sasa bei Adelaide United gespielt. Er ist ein knallharter Verteidiger, ein richtiger Gladiator.“ Angeblich hätte eine moderate Ablösesumme an den südkoreanischen Klub Seongnam Ilhwa Chunma gereicht, um den 31-Jährigen nach Deutschland zu holen. 

Löwe auf Probe: Das ist Sasa Ognenovski

Seit Dienstag trainiert Sasa Ognenovski bei den Löwen mit. © Getty
Der 30-jährige Australier mit mazedonischen Wurzeln ... © Getty
... ist Innenverteidiger ... © Getty
... und soll im Winter für eine, wie es aus Löwen-Kreisen heißt, „moderate Ablösesumme“ zu haben sein. © Getty
Derzeit steht Ognenovski noch bei Seongnam Ilhwa in Südkorea unter Vertrag. © Getty
Sein Vertrag dort läuft bis Ende 2010. © Getty
Seine bisherigen Vereine lauten: © Getty
Preston Lions FC (Asutralien) von 1997 bis 2000. © Getty
Melbourne Knights (Australien) von 2000 bis 2002 ... © Getty
Panachaiki Patras (Griechenland) 2002 bis 2003. © Getty
Preston Lions FC von 2003 bis 2004. © Getty
Fawkner-Whittlesea Blues (Australien) von 2005 bis 2006. © Getty
Queensland Roar (Australien) von 2006 bis 2008. © Getty
Adelaide United (Australien) von 2008 bis 2009. © Getty
Im Jahr 2008 wurde Ognenovski ... © Getty
... bei der Wahl zum mazedonischen Fußballer des Jahres ... © Getty
... immerhin Zweiter hinter ... © Getty
... Stürmer Goran Pandev von Lazio Rom. © Getty
Daraufhin wurde Ognenovski von Trainer Srecko Katanec ... © Getty
... für die mazedonische Nationalmannschaft nominiert. © Getty
Bei den Löwen könnte der 1,95-Meter-Hüne die Probleme in der Innenverteidigung beheben. © Getty
Bleibt abzuwarten, welchen Eindruck der 30-Jährige bei den Sechzgern hinterlässt. © Getty

Doch zu mehr als einem vereinsinternen Testspiel mit den Amateuren hat es für Ognenovski in München unter Trainer Ewald Lienen nicht gereicht. Die Mannschaft mit dem Australier verlor 1:5, und der Trainingsgast fiel nicht gerade durch Bewegungsfleiß auf. So wenig Engagement hatte ein Probespieler selten gezeigt. Das war's dann für ihn - zumindest in München.

Ognenovski blieb in Südkorea und trumpfte auf. So richtig. Vor Kurzem führte er seinen Verein als Kapitän zum Gewinn der asiatischen Champions League, Wahl zum wertvollsten Spieler des Finales und des gesamten Wettbewerbs inklusive.

Ognenovski ist in Asien jetzt ein Superstar, durfte 2010 auch schon für die australische Nationalmannschaft in einem Freundschaftsspiel gegen Ägypten ran. Doch der Ritterschlag ist erst am  Mittwoch erfolgt. Der asiatische Verband AFC hat den Verteidiger zum Spieler des Jahres gekürt. In Kuala Lumpur nahm er die Trophäe entgegen und schwärmte: "Diesen Preis zu gewinnen ist unglaublich!" Schon die Wahl unter die 15 Nominierten sei eine große Ehre gewesen. 

Sein Vertrag läuft bis zum Ende des Jahres. Dann kann der Verein eine Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr ziehen. Vielleicht taucht er bald als Trainingsgast bei einem deutschen Erstligisten auf.

Tobias Kimmel

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