Was Schneider vor dem Treffen mit ihm sagt

Ismaik-Showdown: 1860 hat nur zwei Optionen

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Dieter Schneider (l.) und Hasan Ismaik haben Gesprächsbedarf

München - Zwischen Präsident Dieter Schneider und Investor Hasan Ismaik kommt es zum Showdown. Die Lage rund um 1860 ist mehr als angespannt. Im Grunde hat der Verein nur zwei Möglichkeiten.

Am Dienstag kommt Hasan Ismaik voraussichtlich mal wieder nach München. Nach fast sieben Monaten Sechzig-Absenz des Investors eigentlich alleine schon eine Nachricht. Spannender als der Besuch beim Spiel gegen Paderborn dürfte allerdings der Termin im Vorfeld werden. Mit Präsident Dieter Schneider will sich der Jordanier beim Gipfel der 1860-Gesellschafter über den künftigen Weg des Zweitligisten unterhalten. Die Lage als angespannt zu bezeichnen, wäre eine maßlose Untertreibung. „Showdown“ kommt dem Charakter der Veranstaltung näher.

„1860 steht am Scheideweg“, sagt einer aus dem blauen Führungszirkel. Im Grunde habe der Verein nur zwei Möglichkeiten: Ismaik die Bühne für kuriose Prestige-Personalien à la Sven-Göran Eriksson zu überlassen und eine neue Verschuldungsspirale zu riskieren (Ismaik sucht nach tz-Informationen seit Monaten einen Käufer für seine Anteile). Oder aber: Flagge zu zeigen, auf dem Nachhaltigkeits-Kurs zu beharren – mit dem Risiko, dass Ismaik aus gekränktem Stolz den Geldhahn zudreht. Zugedreht lässt.

Denn: Vom groß angekündigten Dreijahresplan ist vonseiten des Investors bislang nur das erste Darlehen über 6,5 Millionen Euro gewährt worden. 13 Millionen Euro stehen noch aus. Aus Vereinskreisen heißt es übereinstimmend, dass Ismaik die Verträge für 2013 und 2014 anders als ursprünglich zugesichert erst in den entsprechenden Jahren unterschreiben will. „Wir fühlen uns vom Investor hingehalten“, schimpft ein hoher Klubfunktionär. „Worte und Taten passen bei Ismaik nicht zusammen. Er versucht uns über das einbehaltene Geld Druck zu machen.“

Sollte das Gespräch zwischen Ismaik und Schneider keine Lösung bringen, stehen den Löwen harte Zeiten ins Haus. Ohne neue Darlehen müsste der Etat für die Profimannschaft spätestens in der übernächsten Saison wieder auf 6,5 Millionen Euro gekürzt werden. „Umschalten auf Attacke“ wäre perdu.

Das womöglich Gute im Schlechten: Der eingeschlagene Restrukturierungs-Kurs könnte dem Klub, wie Ex-Aufsichtsrat Hamada Iraki im tz-Interview prognostizierte, „bis 2015 eine schwarze Null“ bescheren. Unter drei Bedingungen: Zuschauerschnitt über 21 000, durchschnittlicher Tabellenplatz mindestens sechs und das Sponsoring-Volumen in etwa auf derzeitigem Niveau. Im Optimalfall könnte 1860 in zwei Jahren kostendeckend arbeiten, wäre nicht mehr abhängig von Geldspritzen.

Ein Einlenken Ismaiks ist aktuell indes schwer vorstellbar. Der Berlin-Besuch seines Wunsch-Trainers Eriksson, den ihm thailändische Geschäftsfreunde eingeredet haben sollen, wird bei den Löwen-Funktionären als Unverschämtheit gewertet. Präsident Schneider, der erst zu Beginn der zweiten Halbzeit vom Besuch des Schweden erfahren hatte, fiel es schwer, die Contenance zu wahren: „Herr Eriksson ist ein freier Mensch“, sagte Schneider schließlich. „Er kann machen, was er will, und wenn ihm danach ist, kann er auch in ein Berliner Stadion gehen.“ Und auch wieder in ein Münchner…

Was Schneider Ismaik am Dienstag sagen wird? „Ich werde mir seine Argemente anhören“, meinte der Oberlöwe am Sonntag gegenüber der tz. „Einen großen Strategiewechsel kann ich mir so einfach nicht vorstellen. Natürlich kenne ich die Regel vom Zahlen und Anschaffen. Aber meine Erfahrung lehrt mich, dass man bei zwei Partnern eine partnerschaftliche Lösung finden muss.“

lk

So schön leuchtet die Allianz Arena

Die Allianz Arena ist aufgrund ihrer Architektur weltweit bekannt. Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. © sampics
Die Allianz Arena ist aufgrund ihrer Architektur weltweit bekannt. Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. © Stefan Matzke / sampics
Die Allianz Arena ist aufgrund ihrer Architektur weltweit bekannt. Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. © MIS
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Die Allianz Arena ist aufgrund ihrer Architektur weltweit bekannt. Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
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