Tolle Aktion von 1860

Schwabing: Löwen besuchen Kinder auf Krebsstation

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Rubin Okotie und Stephan Hain mit den Kindern am Kicker.

München - Am Mittwoch überraschten die Spieler des TSV 1860 München die Kinder einer Schwabinger Krebsstation und brachten original getragene und signierte Trikots mit.

"Eigentlich bin ich ja Fan von Real Madrid und Schalke 04“, sagt der zehnjährige Thomas und lächelt schüchtern, während er mit den Fingern über das blaue Trikot des TSV 1860 streicht. Langsam weicht die Nervosität bei dem schwerkranken Buben, die Freude über den prominenten Besuch gewinnt die Überhand. Vor ein paar Minuten hat Thomas zusammen mit Löwen-Torjäger Rubin Okotie am Kickerkasten seinen Freund (und Mitpatienten) Yannick und dessen Doppelpartner, 1860-Stürmer Stephan Hain, abgezockt. „Ich glaub mit zehn zu acht“, sagt Thomas und grinst: „Egal wie hoch – Hauptsache wir haben gewonnen.“

Poschner: Teil unserer sozialen Verantwortung

Tue Gutes und sprich darüber – nach diesem Motto waren die Sechziger an diesem Mittwoch in Person von Geschäftsführer Gerhard Poschner, Hain und Okotie zu Besuch in der Krebsstation der Schwabinger Kinderklinik, beschenkten die jungen Patienten im Rahmen einer Aktion der Deutschen Krebshilfe mit Trikots und Autogrammkarten, erzählten aus ihrem Leben als Fußball-Ürofis. „Wir finden es ganz wichtig, soziale Verantwortung zu übernehmen“, sagte Poschner beim Rundgang durch die Station. „Das hat Tradition bei den Löwen und deshalb unterstützen wir solche Aktionen immer wieder gerne, um unserer gesellschaftlichen Vorbildfunktion gerecht zu werden. Es ist schön, dass wir heute ein wenig Abwechslung in den Klinikalltag der kleinen Patienten bringen konnten. Wenn es uns damit gelungen ist, ein Lächeln und Freude zu bereiten, sind wir glücklich und dankbar.“

Okotie, selbst Vater eines sechsmonatigen Sohnes, ist anzumerken, wie nahe ihm das Schicksal der Kinder auf der Station geht. „Das ist nicht leicht und relativiert viele sogenannte Sorgen des Alltags“, sagt der seit Monaten an Knieproblemen laborierende Stürmer. „Den Kampfgeist dieser Kinder kann man nur bewundern.“ Beeindruckt ist auch Stephan Hain: „Wenn man sieht, was diese Kinder mitmachen, da rücken viele Dinge in den Hintergrund.“

Gerhard Poschner kann da nur zustimmen: „Es ist ein Privileg für uns, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können von der Aufmerksamkeit und Zuneigung, die uns entgegengebracht wird Die Kinder, ihre Eltern und das Personal sind Vorbilder für uns, was den Kampfgeist und die lebensbejahende Einstellung angeht. Das ist es, was wir mitnehmen können.“

Damit’s am Ostersonntag in der Arena besser klappt als zuletzt gegen Aalen. Poschner: „Wenn wir gegen Aue gewinnen“, dann ist die Welt wieder in Ordnung. Zumindest fußballerisch.“

lk

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