Nach Debütantenball gegen KSC

Sechzig: So lief es für Yegenoglu und Taffertshofer

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Löwen-Debütant gegen KSC-Torschütze: Sertan Yegenoglu (l.) lässt Erwin Hoffer keine Luft zum Atmen.

München – Die Personalmisere macht's möglich! Mit Sertan Yegenoglu und Emanuel Taffertshofer erleben gegen den KSC gleich zwei Blaue ihre Feuertaufe. Wir nehmen sie unter die Lupe.

Das Duell mit dem Karlsruher SC avancierte zum Debütantenball. Nicht nur Trainer Benno Möhlmann feierte bei dem 0:1 am Montag seine Premiere. Mit Sertan Yegenoglu und Emanuel Taffertshofer verhalf der 61-Jährige zwei Talenten zum ersten Auftritt in der 2. Liga. Das Fazit der doppelten Feuertaufe: Die Youngsters haben Potenzial, aber auch Luft nach oben.

Löwen, macht's wie Meppen!

Wegen der Verletzungsmisere in der Innenverteidigung durfte Yegenoglu an der Seite von Kapitän Chris Schindler ran. Ihm unterlief der fatale Fehlpass vor dem KSC-Treffer. Danach war dem 20-Jährigen in einigen Situationen die Unsicherheit verständlicherweise anzumerken. „Ich habe ihm gesagt, dass es nichts bringt, dieser Szene nachzutrauern“, baute Möhlmann den Linksfuß wieder auf.

Doch es gab auch einen Lichtblick beim Türken: Mit 63 Prozent gewonnener Duelle war der im Sommer vom FC Hennef 05 an die Grünwalder Straße gewechselte Yegenoglu zweikampfstärkster Löwe. Er hat sich jedenfalls eine weitere Bewährungschance verdient.

Schindler lobt Taffertshofer

Emanuel Taffertshofer zieht ab.

Taffertshofer füllte in Abwesenheit des gelbgesperrten Milos Degenek die Sechser-Position aus. Völlig cool agierte der 20-Jährige vor der Abwehr, schirmte Daniel Adlung ab und forcierte den Spielaufbau. Lampenfieber ist für den gebürtigen Landsberger offensichtlich ein Fremdwort. Das imponiert auch Schindler. „Emanuel hat es auf der Sechs gut gemacht“, lobt der Kapitän seinen jungen Kollegen.

Doch Yegenoglus Stärke ist das Manko von Taffertshofer. Das Eigengewächs gewann gerade Mal 37,5 Prozent seiner Zweikämpfe. Zum Vergleich: Platzhirsch Degenek steht in dieser Saison bei einem Schnitt von 55,7 Prozent. Auch Taffertshofer unterstrich jedoch in seinen ersten 77 Zweitliga-Minuten, dass er im Laufe der Saison durchaus häufiger eine Option sein kann.

Mvibudulu taucht schnell ab

Eine Chance erhielt bei Möhlmann auch Stephane Mvibudulu. Der pfeilschnelle Kongolese stand erst zum zweiten Mal in der Startelf, er verdrängte Korbinian Vollmann auf die Bank. Allerdings lief das Spiel weitgehend am 22-Jährigen vorbei. Beleg: Mvibudulu kam nur 31 Mal an den Ball. Einzig Keeper Vitus Eicher berührte das Spielgerät von den Sechzig-Startern noch seltener, nämlich 30 Mal.

Keeper Eicher grantelt

Besonders seine große Stärke konnte der Flügelflitzer kaum einbringen. Trotz seiner Schnelligkeit kam Mvibudulu über außen kaum einmal hinter die Abwehrreihe der Gäste. Je länger die Partie dauerte, desto mehr baute er ab. Von ihm kann Möhlmann mehr erwarten. Nach seinem Sprung aus der Reserve zu den Profis muss Mvibudulu nun den nächsten Schritt gehen. Dass er dazu in der Lage ist, hat der Offensiv-Allrounder bereits bewiesen.

Bilder und Noten: Drei Fünfer bei Möhlmanns Heim-Debüt

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