Sieben Fragen an die Neuzugänge

Was reizt Euch am TSV 1860, Marius Willsch und Kristian Böhnlein?

Willsch (links 2013 mit Haching gegen Bierofka) kommt von Schweinfurt. Böhnlein ist aktuell der Kapitän der SpVgg Bayreuth (rechts).
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Willsch (links 2013 mit Haching gegen Bierofka) kommt von Schweinfurt. Böhnlein ist aktuell der Kapitän der SpVgg Bayreuth (rechts).

Herzlich willkommen in München! Die tz hat den Bald-Löwen ­Marius Willsch (Schweinfurt) und Kristian Böhnlein (Bayreuth) die gleichen Fragen gestellt. Beide werden 1860 verstärken.

Vier auf einen Streich! Am Dienstag verkündeten die Löwen die Transfers von Marius Willsch, Herbert Paul, Kristian Böhnlein und Alessandro Abrusicia. Sportchef Günther Gorenzel: „Wichtig ist, sollten wir hochgehen, und das ist unser Ziel, dass wir die Mannschaft noch mit erfahrenen Spielern weiter verstärken“. Einer, der dann kommen soll, ist Ex-Erstligaspieler Stephan Fürstner, 30. Laut Münchner Merkur steht der Sechser von Union Berlin ganz oben auf der Wunschliste von Daniel Bierofka. Fürstner ist gebürtiger Münchener und spielte von 1998 bis 2009 bei den Bayern. 

Ein weiterer Name wird nach tz-Informationen aktuell ganz heiß gehandelt – unabhängig vom Aufstieg. Efkan Bekiroglu (22), der schon im Winter bei den Löwen gehandelt wurde, will Augsburg auf jeden Fall verlassen. 1860 könnte also zuschlagen, nach tz-Infos haben auch schon entsprechende Gespräche stattgefunden. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. 

Die tz fragte die Löwen-Neuzugänge Marius Willsch und Kristian Böhnlein, warum sie zu den Löwen wechseln und welche Ziele sie mit 1860 haben.

Warum wollten Sie zu 1860?

Marius Willsch: Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange überlegen. Für mich persönlich schließt sich ja ein bisschen der Kreis. Vor über zehn Jahren bin ich als 16-Jähriger ins Löwen-Internat gekommen – ab Sommer bin ich dann zurück bei meinem Jugendverein. Ich freue mich auf die Herausforderung!

Kristian Böhnlein: Es ist eine Herausforderung, möglicherweise in der 3. Liga zu spielen. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Kindheitstraum von mir. Als kleiner Bub war ich mit meiner Familie im Olympiastadion in der ersten Liga. Letztes Jahr war ich noch als Fan bei der Relegation gegen Regensburg im Stadion. Es war keine Frage für mich, als 1860 angerufen hat – das ist mein Herzensverein!

Gab das Spiel ­gegen die Löwen den Ausschlag?

Marius Willsch: Natürlich! Wenn man im Grünwalder einläuft, vor über 12.000 Zuschauern ist das außergewöhnlich. Da hat man die Strahlkraft von dem Verein gesehen – und was mit diesen Fans möglich ist.

Kristian Böhnlein: Klar, die Fans sind der absolute Wahnsinn. Das Umfeld ist für mich wie erste Liga. Wer will das als Fußballer nicht? Gerade wenn man aus einer unteren Liga kommt.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Marius Willsch: Ich darf alle zwei Wochen vor diesen Fans im Grünwalder Stadion einlaufen! Ich freue mich auch auf die Mitspieler. Ich kenne ja noch viele von früher. Der Zier ist ein guter Spezl von mir. Der hat mir zum Wechseln geraten, weil ein vierter Mann beim Schafkopfen fehlt (lacht). Mit Phillipp Steinhart, Nono Koussou und Nico Karger war ich im Internat.

Kristian Böhnlein: Im Grünwalder Stadion vor den geilen Fans zu spielen – und natürlich auf professionelle Bedingungen. Das fängt beim Training an und geht bis zu den Spielbesprechungen. Ich freue mich auch auf die Mannschaft. Da sind richtig Gute dabei.

Sie haben bis 2020 unterschrieben. Wo soll es hingehen?

Marius Willsch: Ich hoffe, ab Sommer in die dritte Liga! Ich drücke aber die Daumen, dass sie es schaffen und habe ein gutes Gefühl. Mittelfristig ist es das Ziel, in der 3. Liga eine gute Rolle zu spielen.

Kristian Böhnlein: Für mich gilt es, sich erstmal sich an die Profibedingungen anzupassen und in den Verein und die Mannschaft zu integrieren.

Trauen Sie sich die dritte Liga zu?

Marius Willsch: Auf alle Fälle! Ich habe bei Haching da ja auch schon gespielt.

Kristian Böhnlein: Klar. Bis jetzt hatte ich zwar nur Testspiele gegen Drittligisten, aber im Kollektiv ist es immer eine andere Sache. Ich traue es mir auf jeden Fall zu.

Ihre Stärken?

Marius Willsch: Ich denke vor allem in der Schnelligkeit. Ich versuche vorne Lösungen zu finden und Tore aufzulegen. Auch im Umschaltspiel, sowohl offensiv, als auch defensiv habe ich meine Stärken.

Kristian Böhnlein: Das sollen eigentlich andere sagen (lacht). Ich würde sagen, dass ich einen guten linken Fuß habe und Zweikampfstark bin.

Haben Sie ein zweites Standbein?

Marius Willsch: Ich bin gerade in der Themenfindung für meine Bachelorarbeit. Vor drei Jahren habe ich ein Fernstudium in Sportmanagment angefangen und werde es im Sommer hoffentlich beenden. Mit dem Umzug ist es aber bisschen schwierig – aber das haut schon hin.

Kristian Böhnlein: Ich bin gelernter Bankkaufmann. Die Ausbildung habe ich bei der Sparkasse gemacht. Jetzt bin ich selbstständiger Finanzberater bei der Deutschen Bank – ab Sommer ruht das aber. Das ist ein super Job, der mir Spaß macht, weil ich im Kontakt mit Menschen bin.

War Bierofka ein Wechsel-Grund?

Marius Willsch: Er hat eine große Rolle gespielt. Ich hatte eine Stunde lang bei ihm im Trainerbüro ein richtig gutes und überzeugendes Gespräch mit ihm. Er ist in München eine Legende!

Kristian Böhnlein: Als ich mit ihm gesprochen habe, hat er mir ein wahnsinnig gutes Gefühl vermittelt. Er hat zu mir gesagt, dass ich ein Spieler bin, den er unbedingt will und er in mir Potential sieht – obwohl ich schon ein bisschen älter bin (lacht).

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