„RIP Sechzig“

Amateurfußball: Das sind die User-Stimmen zu Ismaiks Entscheidung

30.05.2017, Fussball Relegation 2.Liga: TSV 1860 - Regensburg
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Die Fans beim Relegationsspiel. 

Hasan Ismaik hat sich entschieden, den nötigen Betrag bis zum Ende der Lizenzierungs-Frist nicht zu zahlen. Die User auf Facebook sind gespaltener Meinung. 

München - Der TSV 1860 München spielt nächstes Jahr im Amateurbereich Fußball. Das steht fest seit der Entscheidung von Hasan Ismaik, den offenen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe für die Lizenz zur 3. Liga nicht zu zahlen. „Alles selbstsüchtige Verbrecher. Wir Fans sind die gearschten“, schreibt Sascha B. auf Facebook. Wahrlich ist das für die Fans keine tolle Nachricht, die zumindest ihren Herzensverein noch im TV verfolgen wollten. Selbst in der 3. Liga wäre das ab nächster Saison möglich gewesen. 

„Alle Verwaltungsräte des e.V. sollen sofort wegen vereinsschädigenden Verhaltens abgewählt werden. Und zur Info an alle, die jetzt über eine vermeintliche "Freiheit" jubeln: Es werden nur keine 11 Millionen Euro gezahlt. Der Investor bleibt auch in der Regionalliga an Bord. Unfassbar diese e.V.-Seite“, erklärt Markus H. den anderen Usern. 

„Die Regionalliga ist ein Grab“

Für viele ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar. „Die Regionalliga ist für viele Vereine ein Grab. Schaut mal welche Kultvereine da festsitzen und regelmäßig Pleite gehen“, ärgert sich Thorsten H.. Manch einer fordert in seiner Wut den kompletten Austausch der Verantwortlichen. So wie Simeon B.: „Verwaltungsräte raus! Schleicht euch ihr Verbrecher und nehmt den Kamelscheich gleich mit.“ Der mögliche Neuanfang, der in Sechziger Kreisen die Runde macht, wird von vielen kritisch gesehen. „Neuanfang?“, fragt Markus G. und fügt an: „Das ist der Untergang. Vielen Dank an die KGaA. Ihr seid zu doof um aus dem Busch zu winken.“

Hier gibt es die Pressemitteilung von Hasan Ismaik im Wortlaut.

Sogar unter den Löwen-Fans, die für ihren Optimismus bekannt sind, gibt es nur wenige wie Korbi R., der „Wir kommen wieder. ELIL“  oder Erich S., der „Freue mich, dass ich meinen Verein mal live in Hessen begrüssen darf.“ schreiben. Wobei ein Wiedersehen in Hessen bei einem Gang in die Regionalliga Bayern nicht möglich ist.

Verallgemeinerungen, wie die von Stefan B., sind da schon häufiger zu lesen: „Vielen Dank an euch Idioten, die es geschafft haben diesen Verein kaputt zu machen. Verp***t euch alle.“ Und das ist noch eine der harmloseren Forderungen. Der Wut der Fans scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.

Für viele Fans ist es kein Neuanfang, sondern ein Absturz

Jürgen E. schlägt sogar gleich einen neuen Verantwortlichen vor. „Wie viele sind jetzt ab morgen arbeitslos? Kann sich Kneißl gleich als Sportlicher Leiter nützlich machen.“ Auch Silvia ist sauer auf die Entscheidung. „Das wollten doch die meisten: Freiheit für 60. Jetzt sind wir die nächsten zehn Jahre weg vom Fenster.“ Als Schuldigen haben die Anhänger die KGaA oder die e.V. ausgemacht.

Weitere Informationen zum Tag an der Grünwalder Straße, finden Sie in unserem News-Ticker

Manche unterstellen der Mannschaft sogar Vorsatz. „Ich bin stinksauer auf die Söldner. Ich unterstelle der Mannschaft, dass sie das mit voller Absicht getan haben. Es ist traurig, dass die elf A**********, die über 50.000 Löwenfans, die Eintritt bezahlt haben, so vera****t haben.“ Wieder andere drücken ihre Frustration mit wenigen Worten aus. So wie Haying R.: „RIP Sechzig.“

Wir haben zusammengefasst, wie es bei den Löwen weitergeht

Das sagte Vizepräsident Heinz Schmidt zu den Journalisten: 

Pressestimmen zum Sechzig-Absturz: „Ismaik lässt Löwen fallen“

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AnK

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