Bei den Löwen war schon immer was los

Skandal-Rückblick: Als Pacult den Busfahrer watschte

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Peter Pacult.

München - Die Strafversetzung für fünf Löwen-Profis in die U21, nur einer von vielen Aufregern in der alles andere als langweiligen Historie des TSV 1860. Ein Blick zurück!

Die Strafversetzung für fünf Löwen-Profis in die U21, nur einer von vielen Aufregern in der alles andere als langweiligen Historie des TSV 1860. Ohne Skandale und Skandälchen wären die Blauen von der Grünwalder Straße ja auch gar nicht das, was sie sind. Und spätestens seit Max Merkel einst im Training die „Alkoholiker gegen die Antialkoholiker“ antreten ließ und letztere haushoch verloren, ist man es bei den Löwen gewohnt, mit den menschlichen Schwächen zu leben. Hier einige Beispiele. Merkel riet übrigens damals den Siegern: „Sauft’s weida Buam.“

Radi, der Würger

Eine Parallele zum Streit zwischen Gabor Király und Gary Kagelmacher: Am 16. September 1967 ging der legendäre Löwen-Torhüter „Radi“ Radenkovic im Heimspiel gegen Kaiserslautern seinem Abwehrmann Jimmy Schmitt an die Gurgel, würgte ihn nach einem Fehler. Radenkovic, der sich postwendend bei Schmitt entschuldigte, wurde von Trainer Sing dennoch ausgewechselt. Sein Ersatzmann Gigl kassierte danach alle Treffer, die zur 0:3-Niederlage führten.

Rudi Brunnenmeier – teure gute Tat

Rudi Brunnenmeier, der größte Torjäger den die Löwen je hatten, ließ es auch im Münchner Nachtleben krachen. Als er in den Sechzigerjahren wieder mal auf Kneipentour war, bemerkte er in den frühen Morgenstunden einen Ganoven, der in ein Geschäft in der Kaufingerstraße einbrechen wollte. Brunnenmeier schnappte ihn sich – eine teure gute Tat. Vom Verein bekam er eine hohe Geldstrafe, vom Ladenbesitzer eine Vase im Wert von acht Mark.

Pacult – Keilerei mit Busfahrer

Peter Pacult.

Am 30. Januar 1994 kam es im Kabinengang des Sechzger-Stadions zu einer handfesten Keilerei zwischen Löwen-Stürmer Peter Pacult und Busfahrer Achim Welan. Grund: Welan hatte Pacult am Trainingsplatz nicht im Bus mitgenommen, war einfach losgebraust. Pacult verpasste dem Busfahrer deshalb später eine Watschn, Welan schlug zurück – Pacults Auge war blau. Die beiden versöhnten sich wieder, Welans Entlassung war aber trotzdem fällig.

Die Häßlers – und der Seitensprung

Im Januar 2000 wurde bekannt, dass der damalige Löwen-Manager Edgar Geenen ein Verhältnis mit Angela, der Frau des 1860-Stars Thomas Häßler, hatte. Riesenaufregung in ganz Fußballdeutschland – die Geschichte sorgte überall für Schlagzeilen. Nach einer 0:3-Niederlage in Ulm forderte der Mannschaftsrat Geenens Entlassung. Präsident Karl-Heinz Wildmoser folgte dem Ansinnen der Spieler.

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