"Das wird mir immer in Erinnerung bleiben"

Esther Sedlaczek: Ihre besondere Verbindung zu 1860

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Für Esther Sedlaczek wird der TSV 1860 immer in besonderer Erinnerung bleiben.

München - Wir sprachen mit Ihr über die anstehenden Weihnachtstage, ihre Meinung zum TSV 1860 und ihre besondere Verbindung zu den Münchner Löwen.

Esther Sedlaczek ist seit 2011 für den Abo-TV-Sender Sky am Mikrofon im Einsatz und moderiert unter anderem die Spiele der zweiten Liga am Montagabend. Fans können aktuell ein Treffen mit ihr für einen guten Zweck ersteigern. Wir sprachen mit Ihr über die anstehenden Weihnachtstage, ihre Meinung zum TSV 1860 und ihre besondere Verbindung zu den Münchner Löwen.

Frau Sedlaczek, schön langsam steht Weihnachten vor der Tür. Wie verbringen Sie die Festtage am liebsten? 

Esther Sedlaczek: Es ist die Zeit für Familie und Freunde. Den Heiligabend verbringe ich immer mit meiner Mama. Am 25. und 26. fahre ich dann meistens mit Freunden irgendwo hin - auch mal ohne Familie. In allererster Linie will ich meine Lieben um mich haben, die ich einfach nicht so oft sehen kann. Die beste Mischung aus Familie und Freunden, das ist Weihnachten für mich.

Geht es denn bei Ihnen ganz ohne Fußball und Sport?

Esther Sedlaczek: Weihnachten ist eine unglaublich gemütliche Zeit und bedeutet für uns TV-Sportjournalisten Pause. Die braucht man auch, um runterzukommen, weil wir in der Hinrunde sehr viel unterwegs sind. Ich liebe diesen Sport, ich liebe meinen Job, aber ich kann ihn auch nur deshalb so genießen, weil ich zwischendurch auch mal eine Ruhephase habe und abschalten kann. Ich finde, dass die Vorfreude immer wieder da sein muss, in diesem Falle auf die Rückrunde. Es geht also auch ohne Fußball, aber nur unter der Bedingung, dass es  bald wieder losgeht.

Als Moderatorin sind sie auch in der 2. Bundesliga hautnah am Geschehen dran und haben direkten Kontakt zu den Protagonisten, so auch zum TSV 1860. Welches Erlebnis oder Interview ist Ihnen im Zusammenhang mit den Löwen besonders in Erinnerung geblieben?

Esther Sedlaczek: Mit den Löwen verbinde ich etwas Persönliches: Das Spiel 1860 gegen St. Pauli am 5. März 2012 war das erste Zweitliga-Spiel, bei dem ich als Moderatorin im Einsatz war, und wird mir immer in Erinnerung bleiben. Als Zuschauer war es eindeutig das dramatische Relegations-Rückspiel gegen Kiel vor einigen Monaten.

Nach einem miserablen Saison-Start scheint der TSV 1860 nun unter Benno Möhlmann wieder einigermaßen in die Spur gefunden zu haben. Was trauen Sie den Löwen in diesem Jahr noch zu, klappt der erneute Klassenerhalt?

Esther Sedlaczek: Ich wünsche es ihnen und fände es sehr schade, wenn dieser Traditionsverein absteigen würde. Daher freut es mich, dass sie aus den vergangenen vier Spielen acht Punkte geholt haben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass mehr als der Klassenerhalt drin ist. Ich glaube, dass sie auch erst mal froh wären, wenn das jetzt konstant so weiterliefe, sie sich langsam aus der Abstiegszone entfernen und im sicheren Mittelfeld festsetzen. Weiter nach oben müssen sie wohl nicht schauen.

Zahlreiche Vereine mit großen Namen tummeln sich in der 2. Liga. Verraten Sie uns doch die Teams, die Sie gerne zeitnah im Oberhaus wiedersehen möchten und warum!

Esther Sedlaczek: Ich würde Nürnberg gerne wieder in der Bundesliga sehen, aber auch den TSV 1860 München. Fortuna Düsseldorf ist auch ein Verein, in dem sehr viel Potential steckt, das aber anscheinend nicht ausgeschöpft wurde. Kurzum: Die Traditionsvereine wären es. Ich fand es unglaublich toll, als es Braunschweig nach oben geschafft hat oder zuletzt, als der SV Darmstadt den Sensationsaufstieg feierte. Da ist einfach viel Fußball-Romantik dabei.

Bei der Sky-Advents-Auktion 2015 mit United Chartiy hat ein Fan die einmalige Gelegenheit, Sie bei einem ihrer Einsätze persönlich kennenzulernen und einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Live-Übertragung zu werfen. Ihr Auktionspreis liegt aktuell schon bei knapp 2500 Euro! Wie wichtig ist es Ihnen, Ihre Bekanntheit für karitative Zwecke zu nutzen und anderen zu helfen?

Esther Sedlaczek: Ich habe schon immer Menschen bewundert, die nicht so in der Öffentlichkeit stehen und gemeinnützige ehrenamtliche Arbeit leisten. Eine Freundin von mir hat schon als Jugendliche mit behinderten Kindern zusammen gearbeitet, ist mit ihnen zwei Wochen in den Urlaub gefahren – das habe ich immer sehr bewundert. Ich selbst habe in den vergangenen Jahren mit Kindern aus schwierigen Familienverhältnissen eine Weihnachtsbäckerei gemacht, in der sie ihr eigenes Lebkuchenhäuschen bauen konnten. So etwas finde ich toll. Nach meinem Abitur bin ich ein Jahr nach dem Tsunami nach Sri Lanka geflogen und habe dort Kinder in Englisch unterrichtet. Das war einfach ein schönes Gefühl.

Jetzt ist es so, dass ich noch viel mehr machen und mich stärker einbringen kann. Man kann seine Bekanntheit dazu nutzen, Aufmerksamkeit auf gewisse Themen zu lenken und den Menschen zu zeigen, wie sie konkret helfen können. Denn jeder kann helfen, nicht nur in Form von Geldspenden.

Interview: Florian Weiß

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Raab
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Gibt es für EUR 2500 auch was zu Essen und Trinken?