Die Lage ist angespannt

So stark ist die 60-Jugend: Die Jung-Löwen im tz-Check

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Türk ist der beste Torschütze der U21

Wiederaufstieg steht im Fokus für zwei wichtige Nachwuchsmannschaften des TSV 1860 München. In dieser Saison heißt so das klare Ziel. Anspannung liegt in der Luft. 

Die Nachwehen des Abstiegsjahres 2017 sind in der Löwen-Jugend noch deutlich zu spüren. Neben den Profis stiegen damals auch die U 19 und die U 17 ab. Doch anders als die Bierofka-Truppe verpassten die beiden wichtigsten Nachwuchsmannschaften den sofortigen Wiederaufstieg – die Lage ist angespannt. Im zweiten Anlauf müsse es klappen, um den Kampf um die besten Talente nicht zu verlieren, heißt es intern. Der Aufstieg „muss unser Ziel und Anspruch sein“, sagte Nachwuchs-Chef Dieter Märkle kürzlich im tz-Interview. Doch es hakt schon wieder. Ein kritischer Rundgang durch den einst so vorbildlichen Unterbau des TSV 1860.

U21 hat einen Lauf, U19 fehlt der Trainer, U17 ist Zweiter

U 21: Für die Mannschaft von Trainer Sebastian Lubojanski läuft es derzeit. Aus den jüngsten sechs Spielen holte die U 21 fünf Siege, in der fünftklassigen Bayernliga Süd stehen die kleinen Löwen auf dem sechsten Platz (26 Punkte), souveräner Tabellenführer ist der SV Türkgücü-Ataspor (43). „Wir haben die Mannschaft neu zusammenstellen müssen, sie brauchte Zeit, um sich zu finden. Jetzt ist sie in der Bayernliga angekommen“, sagt Märkle. Geholfen haben dabei auch immer wieder Profis aus der ersten Mannschaft. Am vergangenen Sonntag beim 3:2 gegen den niederbayerischen Dorfverein Hankofen-Hailing standen mit Aaron Berzel, Christian Köppel, Semi Belkahia und Dennis Dressel vier Spieler in der Startelf, die bei Daniel Bierofka (respektive Günther Gorenzel) trainieren. Bester Torschütze ist übrigens Ugur Türk (elf Tore in zwölf Spielen) – in der vergangenen Saison durfte er unter Bierofka 13-mal in der Regionalliga ran.

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U 19: In der noch ungeschlagenen A-Jugend gab es kürzlich einen Paukenschlag. Trainer Helmut Luksch trat nach dem 4:4 bei Jahn Regensburg zurück. „Das war eine Überraschung und kam völlig aus dem Nichts“, sagt Märkle. „Ich habe noch versucht, ihn zu überreden, aber seine Entscheidung stand fest.“ Über die Gründe will Märkle nichts sagen. „Er hat seine Entscheidung getroffen und wir respektieren das. Wir müssen jetzt nach vorne schauen.“ Erstmal wird Märkle auf der Bank sitzen. Am Mittwoch holte er mit der Mannschaft ein 2:2 bei Wacker Burghausen. Es soll aber ein neuer Trainer präsentiert werden. Ein Schnellschuss ist in der Neubesetzung nicht zu erwarten. „Das ist eine wichtige Personalie, die wir im Verein besprechen müssen“, sagt Märkle. In der Liga ist die U 19 derzeit Dritter mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Jahn Regensburg. Zwar wurde noch kein Spiel verloren, jedoch wurden gerade gegen die Mannschaften aus der unteren Region zu viele Unentschieden geholt. „Die Saison ist noch jung, da kann man noch nicht sagen, dass das Saisonziel verfehlt wäre“, beruhigt Märkle. „In den nächsten Wochen spielen die vier Top-Teams gegeneinander.“ 1860 ist gefordert. Am Samstag um 15.30 Uhr steht das Auswärtsspiel in Schweinfurt an.

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U 17: Auch in der B-Jugend ist der Aufstieg das erklärte Ziel. Am Wochenende gab es gegen Augsburg II nur ein 3:3, trotz einer 3:0-Führung. Dadurch ging die Tabellenführung an die SpVgg Greuther Fürth. Nach zehn Spieltagen hat die Mannschaft von Peter Ulbricht zwei Punkte Rückstand auf die Franken. Märkle prophezeit: „Die Saison wird noch lange offen sein!“ Zu hoffen wär’s aus Löwen-Sicht. Nächster Termin: Am Sonntag um 13 Uhr beim ASV Neumarkt. 

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