Kleines Derby im Grünwalder

Sogar 1860-Coach glaubt an Bayern-Sieg

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Sieht die kleinen Bayern in der Favoritenrolle: 1860-Coach Torsten Fröhling.

München - Wenn sich heute Abend ab 19.45 Uhr die Regionalliga-Teams des TSV 1860 und FC Bayern gegenüber stehen, wird die Stadt für 90 Minuten in zwei Lager gespalten sein.

Das Grünwalder Stadion ist bereits seit Tagen ausverkauft, die 12?260 Zuschauer, die das letzte Lokalduell verfolgten, stellen bis heute Rekord in der Regionalliga Bayern dar. Erstmals wird zudem Spartensender „Sport1“ das Spiel live im Free-TV übertragen. In der vergangenen Saison waren dort schon einige Viertliga-Partien live gezeigt worden, die bayerische Regionalliga aber wird zum ersten Mal landesweit zu bestaunen sein. Treffen doch nicht nur die beiden Münchner Lokalrivalen aufeinander, sondern auch die beiden bisherigen Meister der erst 2012 aus der Taufe gehobenen Regionalliga Bayern.

Erik ten Hag, der Coach der Bayern-Reserve, musste zuletzt auf einen Teil seines Kaders verzichten, weil einige Akteure die USA-Reise der Profis mit antraten. „Die Situation ist kompliziert“, räumt der 44-jährige Niederländer ein, „wir müssen sie aber annehmen“. Immerhin stehen auf Seite der Roten stehen in Philipp Steinhart und Kodjovi Koussou zwei Spieler, die in der vergangenen Saison (0:2, 2:1 aus 1860-Sicht) die Derbys noch im blauen Trikot erlebten.

Mit nur fünf Punkten aus den bisherigen vier Spielen ist seine Mannschaft als amtierender Meister (erst in der Relegation war der FC Bayern II mit 0:1 und 2:1 an Fortuna Köln gescheitert) schwer in die Gänge gekommen. Eine Frage stelle sich dennoch nicht, unterstreicht ten Hag: „Wenn Bayern gegen Sechzig spielt, ist Bayern immer der Favorit.“ Was sein Pendant ähnlich sieht.

Obwohl die Junglöwen mit 13 Zählern aus fünf Runden einen ausgezeichneten Start erwischten, weist Torsten Fröhling die Favoritenrolle entschieden von sich: „Bayern will wieder Meister werden und aufsteigen, diesen Anspruch haben wir nicht.“

Der 47-jährige 1860-Coach hat zumindest im Training ab morgen unverhofft Unterstützung aus dem Profi-Lager. In den beiden Torhütern Gabor Kiraly und Vitus Eicher sowie den Feldspielern Daniel Adlung, Yannick Stark und Julian Weigl wurden fünf Profis nach dem 0:3 am Sonntag gegen RB Leipzig in die U21 verbannt. Bis auf Eicher, der ohnehin für das Tor vorgesehen war, wird Fröhling aber wohl nicht im Spielbetrieb auf sie zurückgreifen.

Auch der talentierte Angreifer Marius Wolf wird nicht abgestellt. Der Vorfreude tut dies keinen Abbruch. Über viele Jahre war Fröhling in Hamburg beheimatet, spielte sowohl für den HSV als auch den FC St. Pauli. Die dortige Rivalität jedoch sei „nicht mit dem vergleichbar, was hier abgeht“, sagt er: „Das ist noch mal drei Stufen höher“.

Quelle: fussball-vorort.de

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