„War total ärgerlich“

Nach dem Blackout: Bierofka klagt über Spannungsabfall

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Was tun nach dem abgebrochenen Abend? Die Absage des Buchbach-Spiels führte zu einem „Spannungsabfall“ bei 1860, wie Daniel Bierofka beklagte.

Die Spielabsage gegen Buchbach wirbelt die Pläne bei den Löwen durcheinander. Coach Daniel Bierofka klagt über einen Spannungsabfall. Doch er kündigt auch Großes für Sonntag an.

München – Und siehe da: Es ward Licht. Am Tag nach der Absage des Buchbach-Spiels infolge einer „technischen Störung“ war das Grünwalder Stadion hell erleuchtet. Was in der Hektik des Montagabends nicht gelungen war, schafften Helfer der Stadt mit dem Abstand weniger Stunden. Alle Flutlichtmasten strahlten mit 2000 Lux gegen das Grau des Giesinger Himmels an. Den Löwen half das freilich wenig. Abgesagt ist abgesagt. Um die angestaute Energie der Mannschaft abzuleiten, ordnete Daniel Bierofka 1,2 Kilometer weiter südlich ein Trainingsmatch an. Elf gegen elf, über 3 x 20 Minuten. Nur unwesentlich aufgehellt war dagegen seine eigene Laune.

„Es war total ärgerlich“, haderte der 1860-Coach: „Wir hatten uns die ganze Woche auf Buchbach vorbereitet. Jetzt fällt der Spannungsbogen extrem ab.“ Ob das interne Spielchen dazu beitrug, den Wettkampfmodus wieder zu aktivieren, werde man sehen. Der Trainer gab sich diesbezüglich professionell-optimistisch. „Am Sonntag in Rosenheim sollten wir genügend Spirit haben, um das Spiel zu gewinnen“, sagte er.

Denkbar ist, dass Bierofka der Absage mit ein bisschen Abstand auch positive Seiten abgewinnen kann. Zum Beispiel, weil sein Team im März vermutlich ausgeruhter ist, die Form womöglich besser als zuletzt (fünf Spiele, drei Niederlagen). Auch besteht die Hoffnung, dass beim noch zu präzisierenden Nachholtermin mit dem ein oder anderen Rückkehrer zu rechnen ist – zum Beispiel mit Kreativdirektor Timo Gebhart (Reha nach Muskelbündelriss) und mit Sechser Nicolas Andermatt (Schulter-Operation). „Ach“, sagte Bierofka gestern, noch immer etwas verdrießlich: „Buchbach ist es sicher auch recht. Die haben dann ihre beiden verletzten Innenverteidiger wieder dabei.“

Trainingslager inOliva bei Valencia

Seit gestern steht immerhin fest, was genau die Löwen dafür tun werden, um die Akkus wieder aufzuladen. Und vor allem: Es steht fest, wo genau sie daran arbeiten werden, ihren Status als Regionalliga-Primus zu untermauern.Wie Bierofka verriet, wird der Aufstiegsaspirant sein Wintertrainingslager im spanischen Oliva aufschlagen. Angedacht ist der Zeitraum 3. bis 10. Februar, drei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel 2018.

Und wer weiß? Womöglich ist Oliva ja ein gutes Omen. Letztmals schlugen die Löwen im Januar 2000 ihr Camp vor den Toren Valencias auf (unter Trainer Werner Lorant, noch ohne Talent Bierofka). Am Ende dieser Saison war der größte 1860-Erfolg der Neuzeit perfekt – der Einzug in die K.o-Runde zur Champions League.

Zappenduster! Stromausfall vor dem Heimspiel gegen Buchbach - Bilder

uk - Video Glomex

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