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Löwen scheiden aus Pokal aus

Viel Lob, kein Erfolg für 1860 - "Das kotzt uns an"

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Geknickte Löwen nach dem Pokal-Aus.

München - Eine Menge Anerkennung erhielten die Löwen für die Leistung gegen den SC Freiburg. Aus dem Pokal ausgeschieden sind sie trotzdem.

Es kommt selten vor, dass eine Mannschaft nach einer Niederlage mit fünf Gegentoren vom eigenen Publikum mit Beifall verabschiedet und am Zaun von den Fans zum Abklatschen aufgefordert wird. Am Mittwoch war’s so in der Allianz Arena, in der die Löwen trotz ihrer 2:5-Pokalpleite gegen den SC Freiburg gehörig Anerkennung für ihren beherzten Auftritt erhielten.

1:0 hatten sie durch Ramas knackigen 15-m-Schuss geführt und sechs Minuten vor Schluss war auch noch alles drin - da stand es 2:3. „Nach so einem Spiel fühlst du dich total beschissen“, sagte Torhüter Stefan Ortega, „Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, attraktiv gespielt, so wie sich das die Leute wünschen. Und dann so ein Ergebnis. Das kotzt uns alle an.“

Auch Trainer Markus von Ahlen bedauerte, „dass uns das Quäntchen Glück gefehlt hat wie beim Schuss von Adlung, als der Ball von der Unterkante der Latte wieder ins Feld sprang.“ Das wäre die 2:1-Führung für die Löwen gewesen, die dann drei Minuten später das 1:2 durch Mehmedi einstecken mussten (59.). Der Schweizer erhöhte in der 64. Minute sogar auf 3:1, aber geschlagen gaben sich die Blauen noch lange nicht. Okotie traf per Kopf (69.) zum 2:3, und die wilde Jagd ging weiter. Wobei der eingewechselte Marius Wolf viel frischen Wind reinbrachte. Am Ende nutzten die Freiburger dann die Räume in der lichten Löwen-Abwehr, Schmid traf (84.), und kurz vor Schluss zum dritten Mal Mehmedi. Freiburgs Trainer Christian Streich bildete sich auf den deutlichen Sieg nicht allzu viel ein. „Wir haben gegen spielstarke Sechziger auch das nötige Glück gehabt“, gab er zu.

„Wir haben Freiburg teilweise doch sogar dominiert“, merkte Stefan Ortega noch an, „weil wir uns auch den Arsch aufgerissen haben. Und die Zuschauer haben das honoriert.“

Trotzdem: Es war die vierte Niederlage in Folge, und am Sonntag geht’s für den Tabellenletzten nach Bochum. „Wir müssen das Positive aus dem Pokalspiel mitnehmen“, sagte Daniel Adlung, „denn trotz des klaren Ergebnisses war es ein gutes Spiel von uns.“

Aber natürlich ist die Situation schwierig. Auch vom Kopf her. Stefan Ortega: Selbstverständlich geht uns das alles nah. Und es soll bloß keiner glauben, dass wir in der Kabine die Eier schaukeln und sagen, dass uns alles egal ist. Wir brauchen jetzt so schnell wie möglich den Befreiungsschlag.“

tz

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